1.000€ bar auf die Kralle. Geld für´s nichts tun. Ein Schlaraffenland, in dem Milch und Honig fließen. Ist das realistisch oder nur eine Utopie irgendwelcher Marxisten?

Was bedeutet „bedingungsloses Grundeinkommen“ überhaupt? Was sagen Befürworter und Kritiker dazu? Diese Fragen wollen wir im heutigen Artikel klären.

Wo es das Bedingungslose Grundeinkommen heute schon gibt – das Finnland-Experiment

Das bedingungslose Grundeinkommen ist schon heute nicht mehr völlig weltfremd. In Finnland findet aktuell bereits ein Experiment statt, bei dem 2.000 Menschen für fünf Jahre lang, jeden Monat 560€ erhalten. Ganz ohne Gegenleistung oder irgendwelche Bedingungen.

Damit will die finnische Regierung herausfinden, was Arbeitslose wirklich tun, sollten sie ein bedingungsloses Grundeinkommen erhalten. Die große Hoffnung ist, dass die Menschen durch das Experiment zum Arbeiten motiviert werden.

In der Schweiz wurde sogar schon einmal per Volksentscheid abgestimmt, ob das Bedingungslose Grundeinkommen eingeführt werden soll. Damals stimmten jedoch drei Viertel der Schweizer dagegen. Vor allem auch wegen ungelösten Frage, wie das bedingungslose Grundeinkommen finanziert werden soll?

Was versteht man überhaupt genau unter „Bedingungslosem Grundeinkommen“?

Beim bedingungslosen Grundeinkommen ist der Name Programm. Die Grundidee ist, dass jeder Bürger regelmäßig vom Staat ein Grundeinkommen erhält, ohne dass er dafür etwas tun muss.

Die Idee allein ist aber keine Erfindung der Moderne. So sprach Thomas Morus in seinem Roman „Utopia“ von 1516 von der Idee, jedem Menschen eines Landes seinen Lebensunterhalt zu bezahlen. Dadurch wollte er anstatt Diebe zu bestrafen, den Diebstahl im Keim ersticken.

Die Idee in der Moderne?

Auch wenn der Gedanke, Diebstahl durch ein bedingungsloses Grundeinkommen zu verhindern sicherlich interessant ist, stehen heute andere Motiv im Fokus. Heute geht es darum, Gleichberechtigung für alle Menschen herzustellen. Das soziale Gleichgewicht soll mithilfe des BGE gefördert und gleichzeitig das komplexe Sozialsystem vereinfacht werden. So zumindest der theoretische Ansatz.

Das Theorie und Praxis zwei völlig verschiedene paar Schuhe sind, dürfte aber auch hier jedem klar sein.

Befürwörter vs. Kritiker

Die Diskussionsteilnehmer bezüglich des bedingungslosen Grundeinkommens teilen sich in zwei große Lager. Dabei sind die Meinungen oft recht polarisierend, also entweder stark dafür oder stark dagegen.

Befürworter

Die Befürwörter betonen vor allem immer wieder die individuelle Freiheit und Selbstverwirklichung, die durch ein bedingungsloses Grundeinkommen ermöglicht wird. Durch das BGE sollen Existenzängste genommen werden, die die Menschen bisher gelähmt haben. Und weniger Existenzängste sollen dann wiederum zu mehr sozialem Engagement und ehrenamtlicher Arbeit führen, was den sozialen Sektor stärken würde.

Zusätzlich soll durch das BGE die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben gefördert werden. Vor allem ärmerer Bürger haben heutzutage Schwierigkeiten, sich zum Beispiel einen Kinobesuch zu leisten. Dadurch bleiben sie oft außen vor, was vor allem Kinder und Jugendliche schwer treffen kann. Durch das BGE würde diese Menschen wieder die Möglichkeit haben, am gesellschaftliche Leben teilzunehmen.

Des Weiteren argumentieren die Befürworter, dass ein BGE das Sozialsystem wesentlich vereinfachen würde, was zu weniger bürokratischem  Aufwand und letztendlich auch weniger Kosten führt.

Ein weiteres Argument ist, dass durch das BGE mehr menschen Unternehmen gründen. Dadürch würden viele neue Arbeitsplätze und innovative Start-Ups entstehen.

Doch auch die Kritiker bringen einige Argumente mit in die Diskussion…

Kritiker

Das Ganze sei nur ein Gießkannenprinzip, argumentieren die Kritiker des bedingungslosen Grundeinkommen. Es wird nicht individuell geschaut, wer erhöhten Förderbedarf, zum Beispiel durch eine Krankheit, hat.

Auf der andere Seite fragen sich die Kritiker, wozu ein DAX-Vorstand eine Grundsicherung braucht. Außerdem stelle die Finanzierung des Systems ein großes Problem dar, wobei die langfristigen Kosten überhaupt nicht absehbar sind. Die Finanzierung sei also alles andere als gesichert.

Außerdem werden negative Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt und die Preise befürchet. Wer macht noch die anstrengenden oder schlecht bezahlten Jobs, wenn es ein bedingungsloses Grundeinkommen gibt? Anders als die Befürwörter, argumentieren die Kritiker, dass ein bedingungsloses Grundeinkommen den Bürger zu Untätigkeit verleiten würde. Der materielle Anreiz zur Arbeit würde fehlen.

Aber interessant ist, was ein großer Unternehmer dazu sagt (Elon Musk):

„Es wird immer weniger Jobs geben, für die ein Roboter nicht geeigneter sein könnte.“

Im Klartext: Die Roboter werden uns mehr und mehr ersetzen, und wir Menschen brauchen Lösungen.

Die Gefahren der Zukunft

Doch was sind die Gefahren der Zukunft? Und von was müssen wir ausgehen?

Die Vergangenheit lehrt uns, dass mehr und mehr automatisiert wird. Und in der Zukunft, wird sich dieser Prozess noch weiter beschleunigen.

  • Was passiert, wenn der Flug- oder Zugverkehr komplett durch Computer automatisiert wurde?
  • Wenn der Postbote durch die Drohne ersetzt wird?
  • Wenn Maschinen von Maschinen gebaut werden?

Eine Studie von McKinsey geht sogar davon aus, dass bis 2050 jeder zweite Job in Deutschland in Gefahr ist. Doch was dann? Was fangen wir Menschen dann noch mit uns an?

Was soll der Mensch noch machen, sobald er sich selber outgesourct hat?

Würden wir wie die alten Griechen den ganzen Tag herumsitzen und philosophien? Oder würden wir im Drogen- und Alkoholsumpf versacken?

Keine einfachen Fragen, ohne einfache Antworten. Genau wissen kann man das nicht. Sicher ist jedenfalls, dass wir für die Zukunft Lösungen brauchen. Und das bedingungslose Grundeinkommen könnte auf jeden Fall ein Lösungsansatz sein.

Was ist deine Meinung? Schreibe es doch in die Kommentare!


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