Es lohnt sich finanziell, aus den Fehlern anderer zu lernen.

Heute will ich auf meine 5 größten Fehler bei der Geldanlage eingehen, damit du diese Fehler nicht selber machen musst und dir viel Zeit und Nerven ersparen kannst.

Ein Experte in einem Bereich wird man, wenn man in diesem Bereich alle Fehler einmal macht.

Es sagt aber niemand, dass du nicht aus den Fehlern anderer lernen kannst. Also eine Abkürzung nehmen kannst, um deine finanziellen Ziele schneller zu erreichen.

Denn aus den Missgeschicken anderer Leute zu lernen, ist aus meiner Sicht die intelligenteste Form des Lernens. Man profitiert von den Erkenntnissen und spart sicht viel Ärger.

Also kommen wir zu den 5 größten Fehlern, die ich bei der Geldanlage gemacht habe…

Fehler Nummer 1 – Zu wenig Geld sparen

Zu viele kleine Sünden bestraft das Leben. Der süßen Versuchung zu widerstehen ist schwer, aber es kann sich finanziell richtig lohnen. Grade in den jungen Jahren hab ich viel Geld für unnötigen Konsum ausgegeben.

Geld ist immer schneller ausgegeben, als verdient.

Fix einen teuren Fernseher für 1.000€ gekauft, ständiges Ausgehen und sich allgemein nie darüber Gedanken gemacht, wie viel Geld man eigentlich ausgibt. Also viel Konsum und wenig Weitsicht. Das war mein Leben damals.

Doch was hat konsumieren mit dem Geld anlegen zu tun?

Ganz einfach: Man kann nur Geld anlegen, dass man vorher nicht ausgegeben hat.

Ein kleines Praxisbeispiel:

Hätte ich mit 20 Jahren jeden Monat 25€ gespart, und das für 10 Jahre zu 8% Zinsen pro Jahr. Dann hätte ich mit 30 Jahren 4534,29€  mehr gehabt. Das hört sich jetzt nicht viel an, doch hätte ich dieses Geld jetzt immer weiter bis zur Rente angelegt, dann wären daraus mit 65 Jahren 67.041€ geworden. Also ein ganzer Batzen Geld. Und diese 25€ hätte ich im Alter von 20 Jahren problemlos jeden Monat zur Seite legen können.

Die Zeit ist dein größer Freund beim Investieren. Nutze den Zinseszins für dich.

Und das macht deutlich: Kleine Sünden sind kurzfristig zwar nicht so schlimm, doch langfristig können diese sehr, sehr teuer  werden.

Rückwirkend kann ich sagen, dass ich zu viel Geld ausgegeben und zu spät mit dem Investieren angefangen habe.

Das heißt aber nicht, dass man in völliger Askese leben muss. Sondern du solltest darauf achten, dass du nur Dinge kaufst, die du auch wirklich brauchst. Und nicht nur kaufst, weil etwas im Angebot ist.

Einfach mal die Frage stellen: Brauche ich das wirklich? Brauche ich das morgen auch noch? Oder übermorgen? Und in einem Jahr?

Den Unterschied machen das Wollen und das Brauchen. Will ich nun unbedingt das neuste Smartphone haben, oder kann ich noch ein halbes Jahr warten, bis der Preis nur noch halb so hoch ist. Zwar lässt sich die Frage theoretisch immer positiv beantworten und der Kauf irgendwie rationalisieren, doch durch dieses Nachfragen konsumiert man bewusster und nicht mehr so impulsiv.

Schlafe lieber noch einmal eine Nacht, bevor du etwas kaufst.

Also lieber noch eine Nacht drüber schlafen, anstatt sofort zu kaufen. Auf die eine Nacht kommt es nämlich auch nicht mehr an.

Fehler Nummer 2 – Geld anlegen, ohne eine Strategie zu haben

Nach Erfolgen beim Pokerspielen habe ich irgendwann angefangen, mein Geld zu investieren. Aber im Prinzip habe ich einfach blind und ohne nachzudenken, mein Geld in den Markt investiert. Mein einziges Ziel war eine möglichst hohe Rendite zu erzielen, aber ohne Blick auf das Risiko und geschweige denn zu bedenken, wie schnell ich an mein Geld wieder herankommen. Komme ich sofort ran, oder erst in 10 Jahren? Ich hatte keine Ahnung, wie die verschiedenen Faktoren in einer Beziehung stehen.

Beim Investieren ist man immer auf der Suche nach der optimalen Mischung aus Anlageklassen.

Eine Art Erleuchtung war, als ich das erste mal das Dreieck der Geldanlage gesehen habe. Das Dreieck besagt, dass die Faktoren Risiko, Rendite und Liquidität immer in einem Verhältnis zueinander stehen. Die oberste Maxime sollte immer sein, die Geldanlage mit dem niedrigsten Risiko, der höchsten Renditen und der höchsten Liqudität zu finden.

Eine Geldanlage die alle Faktoren optimal miteinander gibt es aber in der echten Welt natürlich nicht. Deshalb muss man verschiedene Geldanlage-Formen miteinander kombinieren, um am Ende die perfekt Mischung zu erhalten. Wie ein Apotheker!

Hier ein paar Beispiele:

Die Wahl der Anlageklassen sollte sich immer nach deinem Anlagehorizont richten.

Unter 3 Jahren Anlagehorizont – Wenig Risiko und hohe Verfügbarkeit

Unter 3 Jahre sollten man nur sehr risikoarm investieren. Man sollte sich einen sogenannten „Notgroschen“ auf einem Tagesgeld-Konto einrichten. Auf dieses Konto sollte man mindestens drei, besser sechs Monatsgehälter investieren. Dieses Geld dient für alle Notfälle, zum Beispiel wenn der Job weg, dein Auto oder die Waschmaschine kaputt ist.

Das Geld sollte unmittelbar verfügbar sein und dient als eine Art Feuerlöscher in finanziellen Notfällen.

3 – 5 Jahre Anlagehorizont – ewas mehr Risiko mit längeren Laufzeiten

Hier kann man schon etwas mehr Risiko eingehen. Interessant für diese Laufzeit sind Anlageklassen wie Festgeld oder P2P-Kredite mit kürzeren Laufzeiten.

Ab 5 Jahren Anlagehorizont – hohes Risiko mit hohen Chancen

Wer länger als 5 Jahre investieren will, kann schon ein etwas größere Risiko eingehen. Jeder zusätzliche Euro wandert dann in den Vermögensaufbau und findet sich am Kapitalmarkt wieder. Dieses Geld will ich frühstens in 10 bis 20 Jahre wiederhaben. Dadurch kann man die Schwankungen am Kapitalmarkt ohne Probleme aussitzen.

Hier nehme ich gerne etwas mehr Risiko in Kauf, zum Beispiel über P2P-Krediten mit langen Laufzeiten und hohem Risiko oder ETFs.

Vergiss nicht: Die Finanzielle Freiheit ist kein Prozess von heute auf morgen, sondern auf Raten. :p

Zunächst die Grundsicherung (Essen, Wohnen, Leben), danach deine Wünsche und Ziele, und später vielleicht sogar Träume oder Dinge, von denen man nie geträumt hat sie erreichen zu können.

Fehler Nummer 3 – Nicht passiv investieren

Ja, wer glaubt das nicht am Anfang: Man kann immer den richtigen Ein- und Ausstiegszeitpunkt an der Börse finden. Oder man muss täglich die Börsen-News verfolgen, um irgendwie erfolgreich zu sein. Man muss ein Profi mit jahrelange Erfahrung sein, um wirklich Erfolg an der Börse zu haben.

VIel hin und her, macht die Taschen leer!

Außerdem ist es doch gar nicht so schwer, dauerhaft zweistellige Renditen wie Warren Buffet zu erzielen.

Ja, auch ich glaubte das lange Zeit und diese Gier nach dem Geld, hat meine Rationalität gefressen. Ich versuchte der nächste Warren Buffet zu sein. Doch das aktive Handeln sorgte dafür, dass meine Tasche immer leerer wurden.

Passend dazu der Spruch:Viel hin und her, macht die Taschen leer“.

So machte ich die typischen Fehler und Griff ins offene Messer. Ich kaufte angeblich unterbewertete Aktien anhand der Quartalszahlen, ohne mich weiter zu informieren. In der Hoffnung, dass das was fällt, irgendwann auch wieder steigen muss.

Prompt bekam ich die Quittung. 10% Verlust in nur wenigen Tagen, was für mich 130 US-Dollar bedeutete. Am Ende kostet mich das aktive Handeln also viel Zeit und Geld. Auf das passive Investieren kam ich ironischerweise auf der Veranstaltung „World of Trading 2011“. Ich lernte ETFs kennen.

Mit Indexfonds, einem Bündel aus Aktien den Markt passiv abbilden. Das fand ich gut. Durch die ETFs konnte ich plötzlich passiv in den DAX investieren, ohne wissen zu müssen was grade an der Börse passiert oder wie viele Punkte der Dax hat. Anstatt wie früher auf dem Spielfeld herumzurennen, habe ich mich an den Spielfeldrand gesetzt und das chaotische Treiben beobachtet. So begann ich, erfolgreich an der Börse zu investieren. Dadurch konnte ich sogar eine Rendite von 50% erzielen.

Mit der richtigen Strategie lief es gleich viel besser bei mir.

Also erst denken… und dann handeln! Was für mich bedeutet: passiv investieren!

Fehler Nummer 4 – Die Finanzen nicht automatisieren

Ein großes Problem war immer, dass ich aktiv und manuell investieren musste. Ohne mein Zutun tat sich nichts. Doch manchmal habe ich es vergessen oder war einfach nur zu faul.  Zum Beispiel wollte ich mein ETF-Portfolio nur für einen Monat stoppen, woraus dann ein Jahr wurde. Daraus habe ich gelernt, die Dinge möglichst schnell zu automatisieren.

Die Finanzen nicht zu automatisieren ist nicht nur anstrengend, sondern oft auch teuer. Mach es wie das kleine Faultier und relaxe lieber!

Inzwischen habe ich so viel wie möglich automatisiert bzw. ein Kontensystem aufgebaut. So investiere ich zum Beispiel auf verschiedenen P2P-Plattformen (zB. Mintos ; Bondora) wöchtentlich einen Betrag. Wöchentlich deswegen, damit der Zinseszins-Effekt am besten wirkt.

Meine ETF-Sparpläne mit neun ETFs, werden einmal am Anfang jeden Monats automatisch auf zwei verschiedenen Depots ausgeführt. Für meine langfristigen Ziele habe ich ebenfalls Konten angelegt, und zwar bei MoneyU, wo man bis zu fünf Tagesgeldkonten haben kann. Auch dorthin überweise ich wöchentlich Geld per Dauerauftrag. Zusätzlich habe ich bei MoneyU noch einen Notgrosche mit drei Monatsgehältern, falls ich mal in Schwierigkeiten stecken sollte.

Zu guter letzt darf natürlich auch der Zocker in mir nicht zu kurz kommen. Einmal im Monat nehme ich etwas Geld in die Hand und investiere in hochspekulative Anlageklassen, wie zum Beispiel Bitcoin oder Crowdfunding-Projekte. Spielgeld quasi.

Je mehr ich automatisiert habe, umso besser wurde mein Gefühl, dass mein Geld wirklich für mich arbeitet. Ein sehr gutes Buch zu dem Thema heißt „Profit First“. Es zeigt ein einfaches System, wie man jedes Unternehmen von einem kapitalfressenden Monster in eine Geldmaschinen verwandelt. Zwar bezieht sich das Buch eher auf Unternehmen, aber die Konzepte dahinter wie man Dinge automatisieren kann, lassen sich sehr gut ins Privatleben übertragen.

Fehler Nummer 5 – Zu viel Planung

Neben zu wenig Planung, ist auch zu viel Planung ein Hindernis! Lange habe ich gesucht. Was ist die beste Aktie. Was ist die beste Strategie, um schnell reich zu werden? Welcher ist der beste Broker? Alles musste perfekt sein. Ich habe nach dem heilig Gral gesucht, mit dem ich schnell und auf jeden Fall reich werden kann. Ziemlich naiv von mir.

Zu viel Planung kann einen blockieren.

Sich eine Strategie zurechtzulegen und diese dann auch wirklich umzusetzen, das ist essenziell. Man darf sich nicht verzetteln! Schnell verliert man sich im Micromanagement und vergisst das große Ganze, also die Übersicht. Eine Zeit lang habe ich wirklich alles bis ins kleinste Detail geplant, nur um dann nicht anzufangen. Und was bringt mir der tollste Plan, wenn ich ihn nicht umsetze.

Thomas Edison sagte dazu:Es ist besser unvollkommen anzupacken, als perfekt zu zögern

Es ist wie in der Physik: Eine Masse in Schwung zu setzen, kostet viel Kraft. Doch wenn diese einmal in Bewegung ist, ist es schwer, sie aufzuhalten.

Also was ist das Fazit? Fang an! Plane nicht Monate, wie und wo du investieren kannst. Mach dir einen kurzen Plan und setze diesen um. Später kannst du den Plan dann weiter perfektionieren.

Ich hoffe, du konntest aus meinen Fehlern lernen. Aber jetzt würde mich mal interessieren: Was war dein größer Fehler?

Lass es mich gerne in den Kommentaren wissen. Bestimmt kannst du damit auch anderen Leuten helfen!

Recht hat er… bis heute.

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