Bondora Erfahrungen: 17,89% Rendite mit p2p Krediten Keine Bewertungen bisher.

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17,89 % Rendite mit Bondora – kann das wirklich sein? Oder trügt der Schein nur? Heute berichte ich von meinen Bondora Erfahrungen nach sechs Monaten. Wir wollen die Ergebnisse meiner Bondora Erfahrungen etwas genauer unter die Lupe nehmen. Wie die Rendite zustande kommt, was meine Strategie dahinter war. Mögliche Kreditausfälle. Und wie es weitergeht.

Diesen Beitrag über „Bondora Erfahrungen“ kannst du dir hier auch als Video ansehen:

17,89% Rendite mit p2p Krediten von Bondora?! Meine Erfahrungen nach 6 Monaten - UPDATE 🤔

Die Bondora Rendite von 17,89 % sieht sehr schön aus auf den ersten Blick. Auch im Vergleich zu Mintos, da habe ich eine Rendite von aktuell 11,52 %. Bei Twino sind es 12,5 %. Also deutlich höher bei Bondora. Hier muss man aber beachten, dass die Kredite nicht besichert sind. Es kann also Ausfälle geben.

Wie sieht die Situation tatsächlich aus?

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Wenn man jetzt mal die Investitionen genauer betrachtet, wird man sehr schnell einiges feststellen. Denn hier sind einige rot, d.h. sehr wahrscheinlich ausgefallen. Die Roten sind nämlich über 60 Tage überfällig. Die orangen Kredite sind unter 60 Tagen und die grünen laufen noch normal. Bei Zinsen von bis zu 150 % ist es auch klar, dass es dort einige Ausfälle gibt. Deswegen habe ich hier zum Teil schon versucht, die Kredite mit Abschlag von 5 % zu verkaufen. Hier muss man aber wahrscheinlich noch weiter nach unten gehen, um überhaupt noch etwas vom Geld zurückzubekommen. Denn die Recovery Rate, also das Geld, was man noch rausbekommt, ist nicht die beste.

Bei den Spaniern soll es noch schlechter sein, auch hier werde ich wahrscheinlich noch einige verkaufen müssen. Gerade am Anfang habe ich die Kredite noch mit 5 € gekauft, später jetzt nur noch mit 1 €. Sprich, die Ausfälle würden hier wahrscheinlich noch stärker ins Gewicht fallen am Anfang. Später nicht mehr so groß.

Was die Recovery Rate auch noch weiter verschlechtert, ist die Tatsache, dass einige Kreditnehmer nicht mal die erste Rate bezahlt haben. Hier wird es wahrscheinlich noch zu einigen Ausfällen kommen, womit die Rendite von fast 18 % sehr unwahrscheinlich werden wird.

Wie kannst du defizitäre Kredite verkaufen?

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So kann ich auch hier bei dem Kredit, den ich mit 5 % Abschlag verkauft habe, kann ich auch mal mit 35 % Abschlag versuchen zu verkaufen. Dort gehe ich dann auf „Verkaufen“. Dabei kann man anwählen, den Verkauf zu stornieren, falls doch noch eine Zahlung kommt. Ich habe hier schon einige mit etwas Abschreibung verkauft. Nicht ganz so viel, aber hier ist das Ziel, die mit 5 ausstehenden Tilgungen noch irgendwie loszuwerden, um das Ganze auf 1 umzumünzen.

Die Renditeprognose anpassen

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Schauen wir uns doch mal an, wie man die Renditeprognose etwas verbessern kann, um eine genauere Vorhersage zu bekommen. Dies geht über das Dashboard. Dort auf das Zahnrädchen bei der Rendite klicken und schon kann man dort die Rendite anpassen. Das geht sowohl mit den Daten meines persönlichen Portfolios oder mit den Daten von Bondora selbst.

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Wir nehmen die Daten von Bondora und schon verändert sich etwas. Kapitalbetrag von laufenden und überfälligen Krediten, was bekommen wir davon noch zurück? Ich gehe jetzt mal runter auf 80 %.

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So sehen wir, wie die Rendite sich von 32 % auf 24 % verändert. Der Kapitalbetrag aus Darlehen im Verzug (überfällig 60+ Tage) geht auf 40 %. Halte ich für ein bisschen zu hoch. Ich setze es mal mit 20 % an. Das wäre noch ein Fünftel, andere mit Bondora Erfahrungen sagen, es wären 25 – 30 %. Ich gehe mal vom Worst Case aus.

Von Zinsen aus laufenden und überfälligen Krediten sagt Bondora in der Statistik, dass es 65 % wären. Auch hier gehe ich mal in den Worst Case rein, das sind dann nur 50 % an Krediten im Verzug. Dann wird die Rendite wahrscheinlich auf 15 % fallen. Also die fast 18 % sind dann doch nicht mehr so wahrscheinlich.

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Man kann jetzt noch weiter runtergehen und fällt dann auf eine Rendite von 12,5 %. Das entspräche dann auch dem, was ich bei Twino habe. Damit wäre ich dann immer noch zufrieden, weil mein Ziel ist ja, mit möglichst wenig Aufwand die maximale Rendite zu erzielen. Das auch möglichst automatisiert ohne jeden Tag reinschauen zu müssen. Ich kann mir die realistischere Darstellung mit 12,5 % auch dauerhaft im Dashboard anzeigen lassen.

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Im Cashflow-Diagramm kann man sehr schön sehen, dass die erwarteten und reellen Rückzahlungen nicht eindeutig gleich sind. Die rote Linie stellt die geplanten Rückzahlungen dar. Die blaue Linie die erhaltenen Rückzahlungen. So wurden im Oktober knapp 70 € erwartet an Rückzahlungen und Zinsen, es kamen aber nur 42 €. Im November sieht es ähnlich aus. Langfristig wird noch etwas aus den ausgefallenen Krediten zurückkommen. So wie im Oktober mit 3 €. Die Kurve wird sich langfristig etwas angleichen, aber man kann schon sehen, dass die Renditen nicht genau den prognostizierten entsprechen werden.

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Da gibt es noch viele andere Statistiken. So z.B. die Rendite über die Laufzeit mit einem Ausreißer, weil da eine besondere Zahlung kam. Dann sieht man im rechten oberen Diagramm, dass ich regelmäßig jede Woche auf das Konto eingezahlt habe. Dadurch ist der Wert von anfänglich 500 € gestiegen. Unten links kann man sich auch mit anderen Investoren vergleichen. Aktuell liege ich hier im oberen Quartil mit 17,6 %. Es wird wahrscheinlich später im Hauptteil landen zwischen 10 und 15 %. Weiterhin kann man die Profitabilität der einzelnen Assetklassen anschauen, in die ich investiert habe. Das profitabelste ist die High-Risk-Klasse. Dort habe ich einen Bruttogewinn von 25,60 €. Aber hier werden wahrscheinlich noch einige Ausfälle kommen. 

Den Sekundärmarkt nutze ich eigentlich gar nicht, außer zum Verkauf von Krediten, die mir nicht mehr gefallen. Es gibt ja hier viele Strategien, mit denen man hier auch aktiv eine höhere Rendite erzielen kann. Aber mein Ziel ist es ja, alles mit möglichst wenig Aufwand zu machen.

Die Bedeutung der Diversifikation

Bei der Diversifikation habe ich auch neue Erkenntnisse für dich. Ich habe ja immer gesagt, dass max. 1 % des Anlagevolumens in ein Kreditprojekt gesteckt werden sollten. Das wären in diesem Fall 100 einzelne Kredite. Bei 0,5 % wären es 200. Jetzt gibt es noch ein paar Statistiken von anderen Blogs mit Bondora Erfahrungen, die sagen, dass die Zahl höher liegen sollte.

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Und zwar gibt es hier von einem Blog eine Number of Notes. Sie haben geschaut, ab wie vielen Notes die Rendite positiv wird. Bei 250 Anteilen liegt der schlechteste bei -0,8 % und ab 500 Krediten wird es positiv mit 1,1 % Rendite. Bei 500 Krediten macht das dann 2 € pro Kredit.

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Die gleichen Bondora Erfahrungen habe ich auch noch mal auf einem anderen Blog gefunden. Dort ist es etwas differenzierter, man hat sich hier die unterschiedlichen Risikoklassen angeschaut. Wenn man z.B. bei Lending Club die höchste Klasse mit dem niedrigsten Risiko anschaut, müssen es mindestens 60 Kredite sein, um hier ein Plus-Minus-Verhältnis zu erreichen. Bei B-Grade sind es 120 Kredite. Das geht immer so weiter bis in die höchsten Risikoklassen, wo wir dann bei 500 Krediten wären. Also ist es da ratsam, mindestens 500 Kredite ins Portfolio zu packen, um die bestmögliche Diversifikation zu bekommen.

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Das bringt uns auch zu der Strategie, die ich aktuell fahre und weiterfahren werde. Es gibt inzwischen auch einen Portfolio-Pro Manager. Man kann hier sein eigenes Portfolio einstellen. Meine Einstellungen beinhalten aktuell alle drei Länder. Zudem Ratings von AAA bis HR. Die Kreditlaufzeiten habe ich auf 36 Monate begrenzt. Die Zinsen sind bei 10 bis 250 %. 1-9 % habe ich rausgenommen.

Die maximale Investition pro Kreditnehmer beträgt ein Euro. Maximalgebot ist auch ein Euro. Am Anfang waren das 0,5, deswegen habe ich in „sehr teure“ Kredite investiert, aber jetzt möchte ich ja die maximale Diversifikation. Deswegen die ein Euro. Aktuell sind es 1029 Kredite, die ich dann habe. Das Geld, was ich als Rücklage habe, sind 0 €, ich möchte immer komplett investiert sein.

Daraus ergibt sich wie gesagt auch eine neue Regel. Ich hatte ursprünglich die Regel von 15-5-1. Also maximal 15 % in P2P-Kredite, 5 % pro Plattform und 1 % in ein einzelnes Kreditprojekt. Dort würde ich jetzt noch weiter runtergehen. Wenn man sehr jung ist, kann man auch 20 % investieren. Wenn man etwas älter ist, würde ich auf maximal 10 % in P2P-Kredite gehen und maximal 2,5 % pro Plattform. Dabei eine maximale Diversifikation von mindestens 500 Krediten über alle Plattformen hinweg.

Meine Bondora Erfahrungen – Fazit

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Gut gefallen mir immer noch die hohen Renditen. Außerdem, dass es sehr viele Kredite gibt. Meine Rückflüsse wurden immer sehr schnell investiert, man kann eine hohe Liquidität erzielen. Man kann z. B. einstellen, dass man 100 € im Monat übrig haben möchte zum Auszahlen. Die Plattform hat eine sehr lange Erfahrung und es kann eine sehr gute Diversifikation stattfinden.

Was mir nicht so gefällt, ist, dass der Portfoliomanager zwar vorhanden ist, aber noch eine sehr geringe Auswahl hat. Es gibt kein Buy-Back, was immer am Anfang bisschen schlecht betrachtet wird. Meine erwartete Rendite liegt mit 18 % über den wahrscheinlichen 15 %.

Was waren deine bisherigen Bondora Erfahrungen? Schreib mir doch gerne in die Kommentare!

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