Depotwechsel Prämie – Depot wechseln und viel Geld sparen?!

 

Mit einem simplen Depotwechsel kann man schnell 500€ und mehr sparen. Zudem ist bei vielen Onlinebrokern das Depot kostenlos. Gleichzeitig profitiert man von niedrigen Handelskosten für den Kauf oder Verkauf von Aktien und ETFs. Zusätzlich kann man sich oft eine Depotwechsel Prämie sichern. Das alles erhöht in der Summe natürlich langfristig unsere Renditeerwartungen. Doch was gilt es beim Depotübertrag zu beachten und wie geht man am besten dabei vor? Das zeige ich dir im heutigen Artikel Schritt für Schritt.

Diesen Beitrag über „Depotwechsel Prämie“ kannst du dir hier auch als Video ansehen:

Hohe Gebühren von Geschäfts- oder Filialbanken gehen schnell zulasten der Rendite. Das Wertpapierdepot wechseln erhöht also indirekt unsere Rendite. Doch nicht nur die Kosten können ein Grund für den Depotumzug sein. Ebenso die fehlende Produktauswahl, schlechter Service oder viele einzelne Bestände können ausschlaggebend sein. Und die Depotwechsel Prämie versüßt das Ganze am Ende zusätzlich. Also ist die logische Konsequenz oft der Depotwechsel.

Depot Übertragung

Die Übertragung läuft dabei heute weitgehend elektronisch und automatisch, weil die Wertpapiere als Globalurkunden hinterlegt sind, welche vom Zentralverband physisch aufbewahrt werden. Dabei werden effektiv keine Wertpapiere im physischen Sinne bewegt. Ein Depotwechsel erfolgt dadurch, dass die Wertpapiere in einem Depot aus- und im anderen Depot eingebucht werden

INFO
Der deutsche Gesetzgeber versucht Verbraucher zu schützen und den Wettbewerb durch einfache Rahmenbedingungen für den Depotwechsel zu fördern. Doch auch wenn der Wechsel eines Depots vergleichsweise unkompliziert ist, gibt es einige Punkte zu beachten.

Entstehen beim Depot wechseln Kosten?

Depotwechsel Konten

Wie du ja weißt, spielen die Kosten beim Handel von Wertpapieren eine wichtige Rolle. Deshalb gilt das Gleiche natürlich auch vor dem Depotumzug. Durch einen günstigen Broker kann man seine Rendite also erhöhen. Doch viele Anleger haben Angst vor einem Wechsel, weil sie hohe Kosten fürchten. Dabei ist die Angst völlig unbegründet. Denn die Verwahrung und die anschließende Freigabe der Wertpapiere gehören laut Urteil des BGH aus dem Jahre 2004 zu den Pflichten eines Brokers. So muss der Depotumzug für den Anleger kostenfrei ablaufen.

INFO
Für die Depotübertragung darf eine Bank in Deutschland nach der Rechtsprechung des BGH nur Fremdgebühren weiterreichen. Etwa für die Lagerstelle, weil sie damit gesetzlich ihren Pflichten zur Herausgabe von den verwahrten Wertpapieren nachkommt. Dabei spielt es keine Rolle, ob der gesamte Bestand im Rahmen einer Depotschließung oder nur Teilbestände unter Weiterführung des Depots übertragen werden.

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Wie lange dauert es das Depot zu wechseln?

Depotwechsel Dauer

Das ist einer der wenigen Mankos. Denn derzeit gibt es vom Gesetzgeber keine feste vorgeschriebene Zeit. Daher kann die Zeit für den Depotwechsel von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich sein. Dennoch läuft die Depotübertragung in der Regel recht fix. Hier kann man mit 4-6 Wochen rechnen. Das gilt als Standard. Ich hab auch schon gehört, dass es in 2 Wochen geklappt hat oder einzelne Wertpapiere schon nach vier Tagen im neuen Depot eingebucht waren. Also man sollte nicht gleich in Panik verfallen, wenn es mal etwas länger dauert. 

Welche Fallstricke sollten beim Depotwechsel beachtet werden?

Fallstricke beim Umzug des Depots vermeiden

1) Handelssperre 

Während der Depotübertragung ist man nicht handlungsfähig. Und wie bereits geschrieben, funktioniert der Depotumzug nicht von Jetzt auf Nachher. Genau diese Wartezeit kann ein Nachteil sein. Wenn z.B. kein Zugriff auf die Papiere möglich ist. Konkret bedeutet das: Die Wertpapiere können in der Wechselphase nicht verkauft werden. Fallen die Kurse also sehr stark, so können Verluste entstehen. Auch wenn ich kein Fan von kurzfristigem Handeln bin, sollte man dies beachten und evtl. riskante Finanzprodukte womöglich vorher abstoßen.

2) Ausschüttungen

Gleiches gilt für Ausschüttungen. Vor dem Depotübertrag würde ich darauf achten, dass in den nächsten Tagen keine Ausschüttung kommt. Auch wenn diese eigentlich übertragen werden sollten, würde ich das Risiko vermeiden, dass sie nicht irgendwo verloren gehen oder untergehen.

3) Anschaffungskurse richtig übertragen

Aufpassen, dass die Anschaffungskurse bzw. Daten über Kauftag und den Kauftag von der übertragenden Bank auf die Empfängerbank mit übertragen werden. Die Banken sind dazu verpflichtet, die Einstiegskurse mitzuliefern, wenn diese vorliegen. Das kann man meistens beim Antrag beim neuen Anbieter ankreuzen oder mit einem formlosen Antrag nachholen.

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4) Bruchstücke von Wertpapieren richtig übertragen

Das vierte, auf was man achten sollte, ist eine Besonderheit, die für Bruchstücke von Wertpapieren gilt. Auch wenn die Bank dazu verpflichtet ist, alle Wertpapiere an den neuen Broker zu übertragen, für sog. Bruchstücke gilt das nicht. Diese Fondsanteile können allerdings an die Fondsgesellschaft verkauft werden bzw. zurückgegeben werden. Große Verluste sollten dadurch nicht entstehen, weil die Positionen in der Regel recht klein sind.

5) Sparpläne neu einrichten

Zu guter Letzt: Hatte man Sparpläne beim alten Broker laufen, muss man diese beim neuen wieder einrichten. Das Ganze wird nicht übertragen, weil das unterschiedliche Systeme sind. Aber in Zeiten der Digitalisierung geht das meistens mit ein paar Klicks.

6) Steuern beachten

Was ist bei den Steuern zu beachten? Hier gibt es auch eine wichtige Sache zu beachten. Beim Übertragen des Depots werden nämlich nicht nur Wertpapiere übertragen, sondern auch steuerrelevante Informationen. Aus dem Grund, dass die Gewinne für Börsengeschäfte grundsätzlich versteuert werden müssen. Aber auf der anderen Seite können auch Verluste verrechnet werden, um Abgeltungssteuer zu sparen. Selbst die Quellensteuern aus dem Ausland können auf erzielte Gewinne angerechnet werden.

TIPP
Beim Depotwechsel kann es sich also lohnen ein Verlustübertrag beim alten Broker zu beantragen. Hierzu muss man das betreffende Feld im Formular ankreuzen. Der Übertrag funktioniert aber nur, wenn das komplette Depot umgezogen wird und nicht nur einzelne Wertpapiere. Zusätzlich sollte man Freistellungsaufträge bei der alten Bank widerrufen und dem neuen Broker übermitteln.

Hinweis zu Depotwechsel Prämie

Hinweis zu Depotwechsel Prämien

Oft sind die niedrigeren Kosten oder die bessere Produktauswahl ein Grund für den Depotwechsel. Aber auch aus Sicht der Broker ist ein Umzug besonders attraktiv. Weil sie an uns verdienen durch neue Käufe und Verkäufe. So winkt beim neuen Anbieter oft eine Depotwechsel Prämie von ein paar Hundert € bis zu ein paar Tausend €. Das macht den Übertrag attraktiver. Man kann hier bares Geld verdienen.

HINWEIS
Dennoch sollte die Depotwechsel Prämie niemals ausschlaggebend für den Umzug sein. Denn diese wird nur einmalig gezahlt. Zudem sollte man sich die Bedingungen genau anschauen. Oft sind diese an bestimmte Übertragungssummen geknüpft oder diese unterliegen bestimmten Bedingungen. Deswegen lohnt es sich, das Kleingedruckte zu lesen, damit es am Ende keine Überraschung gibt.

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Wie funktioniert das jetzt mit dem Depotwechsel?

Schauen wir uns das doch mal Schritt für Schritt an. Zuerst eine kleine Checkliste dafür:

Checkliste für den Wechsel des Depots

  1. Die Wahl des neuen Brokers: Bevor man überhaupt wechseln kann, muss man sich einen neuen Broker suchen. Ein Depotwechsel erfolgt, wenn der Broker z.B. günstige Konditionen, bessere Produktauswahl oder einen besseren Service hat. Also nicht nur wegen der Prämien.
  2. Antrag für den Depotübertrag stellen: Der Depotwechsel wird beim neuen Anbieter beantragt. Der Anbieter bietet den Neukunden an, den kompletten Umzug zu übernehmen. Dabei werden entsprechende Übertragungsformulare ausgefüllt, mit welchen der neue Anbieter berechtigt ist, den Umzug des Depots beim alten Broker zu initiieren. Dadurch ist der Verwaltungsaufwand für dich relativ gering. 
  3. Kündigung des alten Depots: Der neue Broker wird das Depot beim alten Anbieter nämlich nicht kündigen können. Deswegen muss die Kündigung des Kontos gesondert erfolgen. Die Kündigung selbst muss laut Gesetzgeber auf dem Schriftweg erfolgen. Es genügt jedoch meistens, eine formlose Email zu schreiben, um das Depot zu kündigen. Kündigen sollte man das Depot aber meistens in jedem Fall, weil sonst Kosten beim alten Broker entstehen können. Bestimmte Kündigungsfristen muss man jedoch nicht beachten.
  4. Wertpapierbruchteile: Wie bereits angesprochen, solltest du die Bruchteile, welche nicht übertragen werden können, direkt an die Fondsgesellschaft zurückgeben. Das macht man am besten mit der Kündigung beim alten Broker.
  5. Verlustübertrag: Gewinne lassen sich verrechnen, damit sparst du Abgeltungssteuer. Dafür müssen wir beim alten Anbieter einen Verlustübertrag beantragen.
  6. Sperrzeit abwarten: Wie bereits erwähnt, kann die Wechselphase etwas Zeit in Anspruch nehmen. Bei länger als 6 Wochen kann man jedoch mal bei der alten und neuen Bank nachfragen. Noch der Hinweis: Prüfe ob der Kaufzeitpunkt der Wertpapiere korrekt übertragen wird. Denn bei Käufen vor dem 1. Januar 2009 müssen keine Abgeltungssteuer auf Kursgewinne gezahlt werden. Auch nach dem Depotwechsel. Für Fonds, die vor 2009 angeschafft wurden, sind Kursgewinne, die ab dem 1. Januar 2018 erzielt werden bis zu 100.000€ pro Person steuerfrei. Wenn das alte Depot geschlossen, das neue inklusive Wertpapiere eröffnet wurde, dann ist der Depotwechsel abgeschlossen.

Fazit Depotwechsel Prämie

Depot wechseln Fazit

Inzwischen ist der Depotwechsel unkompliziert und lukrativ, wenn man einige Fallstricke beachtet. Auf dem Markt ist die Konkurrenz inzwischen sehr groß, was sich zum Vorteil für uns auswirkt. Ergibt der Vergleich, dass der alte Broker teurer ist, dann lohnt sich ein Umzug fast immer. Der Umzug selbst ist kostenlos und erhöht indirekt die Rendite. Zudem gibt es teilweise attraktive Prämien, welche den Wechsel attraktiver machen sollen. Jedoch sollte man immer auf die Bedingungen und das Kleingedruckte achten. Ansonsten steht dem Depotumzug nichts im Wege. 

Ich selbst nutze die Consorsbank und die Depotwechsel Prämie beträgt bis zu 5.000€, wenn man Neukunde ist.*

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