Welche Tücken gibt es beim Verkaufen von ETFs zu beachten? ETFs Verkaufen Keine Bewertungen bisher.

 

Heute werden wir uns mit dem Thema ETFs verkaufen beschäftigen, da die Frage jetzt schon öfters aufkam. Wie funktioniert ETF Fonds verkaufen überhaupt? Was gilt es dabei zu beachten? Aber auch warum sollte man überhaupt ETFs verkaufen? Wenn dann einmalig oder regelmäßig? Wir schauen uns das mal in der Praxis an. Zusätzlich zeige ich dir, was passiert, wenn ein ETF Anbieter pleite geht oder ein ETF zusammengelegt wird.

Diesen Beitrag über „ETFs verkaufen“ kannst du dir hier auch als Video ansehen:

Welche Tücken gibt es beim Verkaufen von ETFs zu beachten? ETFs Verkaufen
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Warum ETFs verkaufen?

Warum ETFs verkaufen

Die erste Frage, die sich stellt ist: Warum sollte man überhaupt ETFs verkaufen? Im wesentlichen sind das zwei Punkte: Einmal beim Rebalancing des Portfolios oder man beginnt sein Portfolio zu entsparen, um von seinem Vermögen leben zu können. 

Was bedeutet Rebalancing?

Es bedeutet, das Portfolio in die Ursprungsgewichtung zurückbringen. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder man verkauft Anteile, die gut gelaufen sind und schichtet diese um in Anteile, die weniger gut gelaufen sind. Doch dadurch entstehen sehr hohe Kosten. Eine weit bessere Variante ist meiner Meinung nach, die Sparpläne anzupassen oder eine Einzahlung zu tätigen. So kann man das Portfolio in seine Ursprungsgewichtung zurückbringen ohne zu verkaufen.

Das Zweite ist das Entsparen

Wahrscheinlich bist du von der Lebensphase noch nicht so weit, doch gehen wir mal kurz auf das Thema ein. Man hat einmal die Möglichkeit, regelmäßig ETF Anteile zu verkaufen oder man nimmt ETFs, die regelmäßige Ausschüttungen haben. Ich selbst bin eher ein Fan von ausschüttenden Fonds. So würde ich gegebenenfalls meine ETFs umschichten oder einmalig verkaufen. Damit klärt sich auch schon die erste Frage, ob man regelmäßig verkaufen sollte oder einmalig. Ich persönlich bin für eimalig. Wenn du mehr zum Thema Entsparen und die damit verbundenen Techniken wissen willst, empfehle ich dir dieses Video:

ETFs verkaufen – worauf musst du achten?

Worauf beim ETFs verkaufen achten?

Auf was muss man achten, wenn man ETFs verkaufen möchte? Ein Verkauf oder Orderauftrag eines ETFs unterscheidet sich nicht groß vom Kauf eines ETFs. Aufträge können bei der Direktbank, dem Berater oder einer ganz normalen Bank aufgegeben werden. Der Unterschied ist meistens nur die Kostenstruktur der einzelnen Anbieter. Dies ist zugleich der erste Stolperstein. Es sollte versucht werden, die Kosten so gering wie möglich zu halten. Direktbanken sind hier meistens am preiswertesten, weshalb ich hier den Fokus darauf legen werde.

preis-leistung

HINWEIS
Deswegen sollte man beim ETFs verkaufen zunächst erst einmal noch das Preis- und Leistungsverzeichnis des jeweiligen Anbieters anschauen. Im besonderen, ob es bestimmte Entgelte für bestimmte Börsen oder Handelspartner gibt.

So sieht man hier, dass außerbörslich über OTCs 0€ anfallen, ebenso über Tradegate. Bei Xetra sind es schon 1,50€. Bei den Parkettbörsen kommen zusätzlich noch Maklercourtage oder Transaktionsentgelte hinzu. Bevor du also ETFs verkaufen willst über die Börse, solltest du bei deiner Bank nachfragen, ob sie auch den außerbörslichen Handel mit ETFs ermöglicht und eventuell ausgewählte gebührenfreie ETFs hat. 

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Auf welche weiteren Punkte gilt es zu achten, wenn man ETFs verkaufen will?

Ein nicht ganz so besonderer Punkt, welchen ich aber persönlich gut finde, ist folgender: Darauf zu achten, ob der ETF bald Ausschüttungen hat, bevor man verkauft. Denn das würde ich gerne mitnehmen auch wenn danach der Preis sinkt. So relativiert er bzw. passt sich meistens relativ schnell wieder an.

Wichtiger hingegen ist die Liquidität eines ETFs. Also wie gut lassen sich die Anteile wieder veräußern? Bei sehr schlechter Liquidität könnte es zu Preissprüngen kommen, welche die Rendite verschlechtern. So kommt es zum Teil zu großen Unterschieden, bei denen wir unsere Anteile zur gewünschten Zeit oder zum gewünschten Preis schwer loswerden. Im Prinzip muss man dies schon bei der Auswahl des ETFs vorher beachten.

INFO
Eine Daumenregel sagt jedoch folgendes: Je größer die Fonds sind, desto einfacher lassen sich die Anteile wieder verkaufen. Am besten ab 100 Millionen, noch besser sind 500 Millionen.

Comstage ETFs

Als Beispiel habe ich hier den MSCI World von ComStage, der eine Größe von 1,7 Mrd. € hat. Damit wird er wahrscheinlich besser handelbar sein, als ein ETF für den Communications Sektor, der nur eine Größe von 1,2 Mio hat. Auch wenn er gerade erst aufgesetzt wurde. 

Comstage Spread

Man muss nicht nur nach der Fondsgröße schauen, inzwischen werden für ETFs börsentägliche Preise festgestellt. Deswegen kann man sich auch die Spanne zwischen Kauf- und Verkaufskurs sehr gut anschauen. Je enger diese Spannen zusammenliegen, desto besser. Bei großen Indizes sind es oft nur wenige Basispunkte, wohingegen bei exotischen ETFs der sog. Spread steigen kann.

Es kommt zudem auch ein wenig auf die Zeit an, ob die Börse offen oder geschlossen ist. Beim MSCI World im Beispiel liegt der Spread von Bid und Ask (Kauf und Verkaufskurs) bei aktuell 2ct.

Handelsvolumen

Ein weiterer guter Indikator ist das Volumen bzw. die gehandelte Stückzahl des jeweiligen ETFs. In großen Fonds, wie etwa dem MSCI World haben Anleger meist mehrere Milliarden investiert. Wer also diese Anteile loswerden will, dürfte in normalen Zeiten keine Schwierigkeiten damit haben. Bei kleineren Fonds, die nur 100 Mio umfassen, könnte es schon schwieriger werden gerade zur rechten Zeit einen Interessenten zu finden.

Beim Erwerb über eine Parkettbörse wie Hamburg, München, Frankfurt kann es auch zum Problem werden, dass es nur Teilausführung gibt, weil nicht genügend ETFs vorhanden sind. Dann kommt es meist zu mehreren Ausführungen, was jeweils Gebühren kostet. Interessant sind auch OTC-Partner. OTC bedeutet Over the Counter. Diese dienen oft als Liquiditätspartner, wo ein Kauf sehr schnell stattfinden kann.

Wie sieht der praktische Prozess jetzt aus?

ETF Handelsplätze

Wenn wir den ETF halten würden, können wir auf Verkaufen gehen bei der Consorsbank. Die Frage ist, welchen Handelsplatz wählen wir  denn jetzt aus? Das hängt von mehreren Faktoren ab. Zum einen sind das die Kosten beim jeweiligen Anbieter. Dort haben wir ja schon gesehen, dass bei einigen eine Händlercourtage hinzukommt. Die OTC-Anbieter wie Lang und Schwarz oder die Baader Bank haben sehr günstige Kosten. Ebenso wie Tradegate kostenlos ist. Dies ist jetzt der Fall für die Consorsbank.

Dann der zweite Punkt, welche Menge überhaupt verfügbar ist. Haben wir z.B. 1000, die wir verkaufen möchten vom MSCI World, aber es sind nur 700 verfügbar, dann ist das zu dem gegebenen Preis nicht möglich. Dann müssen mehrere Ausführungen gemacht werden. So müssten wir uns z.B. einen anderen oder größeren Anbieter suchen.

INFO
Zudem ist auch der Kauf und Verkaufspreis interessant, also der Spread. Je geringer der Spread ist, umso interessanter ist das. Hier muss man jetzt für sich ausrechnen, was das Interessanteste wäre. Man muss alle drei Faktoren wie Handelsplatzkosten, verfügbare Menge und den Spread anschauen.

Jetzt ist auch noch die Frage, welche Zeit denn am besten ist. Natürlich kann man mitten in der Nacht nicht handeln, bzw. nur sehr schwer oder sehr teuer. Am besten ist es natürlich tagsüber, wenn die meiste Liquidität im Markt ist. Mittags um 14:30 kommen die Amis in den Markt und da gibt es meistens noch mal eine größere Liquidität. 

ETFs verkaufen - Order Beispiel

Schauen wir mal in den Prozess, wie wir die ETF Fonds verkaufen können. Als erstes sehen wir die Orderart “Verkaufen” und das Produkt, was wir verkaufen wollen. Wieviel wir gerade im Depot haben, das sind hier 10 Stück für den MSCI World. Dann das Abrechnungskonto. Hier wählen wir jetzt die Börse Tradegate aus, da wir das hier kostenlos machen können. Dann schauen wir uns nochmal die Stückelung an und können entscheiden, ob wir es jetzt im Direkthandel machen. Sprich die Order wird direkt im Markt ausgeführt, also 1600 Stück.

Wir können aber auch noch ein Limit hinzufügen. Also damit ist der Preis gemeint, zu dem wir mindestens verkaufen wollen. Wir sagen, das soll mindestens 50€ bringen. Denn wenn die Direktorder in den Markt geht und es schießt nach unten, könnten wir es theoretisch auch noch für 49€ verkaufen. Also so könnte man eine Limitorder setzen. Ich möchte auf jeden Fall einen Preis von 51,60€. Was ich lieber in der Praxis mache und es nicht einfach in den Markt rausverkaufe.

INFO
Man hat zusätzlich noch die weiteren Möglichkeiten wie Limithandel und Kurse aktualisieren. Man kann schauen, welche Limits man einstellt und wie lange sie gültig sind. Also z.B. tagesgültig oder monatsgültig. Aber man hat auch noch viel mehr machen, wie z.B. Market direkt reinschießen. Oder Stop-Loss.

Kostenübersicht

Bei der Consorsbank gibt es überall die kleinen “i” wo man sich die jeweiligen Details durchlesen kann. Wir nehmen jetzt mal den Direkthandel und schauen uns die detaillierte Kostenaufstellung an. Hier kriegen wir gesagt, dass wir die Grundgebühr haben. Plus die Provision. Dafür aber keine Börsenkosten, da wir es über Tradegate gemacht haben. Zu guter letzt müsste ich nur noch meine TAN eingeben und es würde los gehen.

ETFs verkaufen nochmal zusammengefasst

Man muss schauen, wie der Spread der Börse ist, wo er am besten ist. Wie sind die dortigen Stückzahlen? Passen diese zu meinen Stückzahlen? Was fällt an Kosten bei der jeweiligen Börse an? Die Orderart würde ich dann immer auf Limit setzen, damit wir nicht einfach eine Order in den Markt schießen und dann vielleicht einen völlig falschen Preis bekommen, weil völlig falsche Zahlen veröffentlicht wurden und die Kurse sehr stark absacken. Am Ende sollten wir keine Raketenwissenschaft daraus machen, denn so schwierig ist das alles nicht.

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Was passiert bei einer Pleite oder Zusammenlegung von ETFs?

Was passiert bei Pleite oder Zusammenlegung mit den ETFs?

Ein ETF ist ein Investmentfonds und damit Sondervermögen. Was bedeutet das im Detail? Unser Geld wird separat zu den Finanzmitteln der Fondsgesellschaften verwahrt. Man kann sich das bildlich vorstellen wie ein separates Konto. Dieses gehört im Falle der Insolvenz der Fondsgesellschaft nicht zur Insolvenzmasse. Bei der Pleite würde dann unser ETF entweder auf eine neue Gesellschaft übertragen werden. Oder die Wertpapiere werden verkauft und wir bekommen das Geld aufs Konto überwiesen. Das kann zwar einige Zeit in Anspruch nehmen, aber das Geld ist nicht verloren. 

ETF Zusammenlegung

Ebenso unproblematisch ist das bei Zusammenlegungen von ETFs. Man wird frühzeitig informiert und hat die Option, entweder seine Anteile zu verkaufen oder sie werden auf den neuen Fonds übertragen. Der Verkauf ist natürlich mit Kosten verbunden. Die Übertragung hingegen ist kostenlos. Hier wird sogar gesagt, dass meine Sparpläne automatisiert umgestellt werden. Also ist die Übertragung auch gar kein Problem.

TIPP
Am Ende noch ein kleiner Tipp, wie man vielleicht seine ETFs sogar fast kostenlos verkaufen kann. Das funktioniert im Verbund mit einem Depotwechsel. Hier kann man viel Geld sparen, weil man meist niedrige Handelskosten für den Kauf und Verkauf bekommt und somit profitieren kann. Zusätzlich kann man sich oft eine Depotumzugsprämie sichern, was die Rendite erhöhen würde. Man muss darauf achten, an welche Bedingungen der Depotumzug geknüpft ist. Wenn dort steht, dass man innerhalb von sechs Monaten das ganze Depot liquidieren kann, ist es nicht möglich direkt alles zu verkaufen.

Wenn du dir das mal genauer anschauen willst, wie das funktioniert, verlinke ich dir hier das Video:

Depot wechseln und viel Geld sparen?! So funktioniert der Depotumzug inkl. Depotwechsel Prämie
Hast du schon mal ETFs verkauft? Was waren deine Erfahrungen damit? Schreib mir deine Erfahrungen doch gerne in die Kommentare!

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