Geld anlegen: Alles, was du über Geldanlage unbedingt wissen musst

„Über Geld spricht man nicht“, zumindest laut dieses Sprichworts. Und das ist eigentlich schade. Schließlich könnten wir viel lernen, wenn wir uns beispielsweise über Geld anlegen austauschen würden. Hier gäbe es viel zu erzählen. Schließlich schafft es mehr als die Hälfte aller Deutschen, monatlich zwischen 50 und 200 Euro zu sparen. Ungefähr 5 % sparen sogar zwischen 400 und 1000 Euro. Doch egal, ob du es im Monat schafft, 50 oder 500 Euro zu sparen, so suchst du früher oder später eine passende Geldanlage. Hier erfährst du alles, was du über darüber wissen musst.

Dabei starten wir bei den Grundlagen und klären, welche Prinzipien beim Geld anlegen gelten. Danach erfährst du mehr über konkrete Möglichkeiten, wie du dein Investment gestalten kannst. Ob du dann mit Freunden und Familie über deine Geldanlage sprichst, bleibt natürlich dir überlassen. Fest steht aber, dass du auf jeden Fall etwas über das Geld anlegen zu erzählen hättest.

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Die Grundprinzipien beim Geld anlegen

Lehrerin schreibt an die Tafel

Bevor wir uns konkret mit dem Geld anlegen auseinandersetzen, solltest du die grundlegenden Konzepte kennen und verstehen. Einige davon kennst du wahrscheinlich bereits. Doch selbst, wenn du bereits einige Erfahrungen sammeln konntest, kann es nicht schaden, sich diese Prinzipien nochmals vor Augen zu führen.

Zunächst einmal kann das Geld anlegen immer als ein Wettlauf gegen die Inflation gesehen werden. Bei der Inflation handelt es sich um die langsame Verteuerung aller Dienstleistungen und Güter im Laufe der Jahre. Das bedeutet, dass dein Geld mit der Zeit an Kaufkraft verliert, also quasi immer weniger wert ist. Wenn du nun beispielsweise 1000 Euro auf die Seite legst und 10 Jahre sparst, dann würdest du bei einer Inflation von 2 % in 10 Jahren nur noch über einen Geldbetrag mit der realen heutigen Kaufkraft von circa 820 Euro verfügen. Deine Rücklagen hätten also erheblich an Kaufkraft verloren. Was das für das Geld anlegen bedeutet?

Einerseits macht dieses Beispiel deutlich, dass es keine wirkliche Alternative zu Investments mit Rendite gibt. Wer sein Geld nicht investiert, verliert jedes Jahr rund 1 bis 2 % von seinem Ersparten. Andererseits heißt das aber auch, dass du mit der Inflationsrate einen Zielwert hast, den es zu schlagen gilt. In einer Niedrigzinsphase ist es beispielsweise häufig so, dass du bei einem Tages- oder Festgeldkonto auf weniger als 1 % Verzinsung kommst. Dieser Wert liegt immer noch unterhalb der durchschnittlichen Inflationsrate der letzten Jahre. Mit einer solchen Geldanlage könntest du den Kaufkraftverlust der Inflation zwar abmindern, wirkliche Rendite lassen sich so aber immer noch nicht erzielen. Behalte also immer die aktuelle Inflationsrate im Hinterkopf, wenn du Geld investieren willst.

Des Weiteren solltest du vor dem Beginn sicherstellen, dass du keine Schulden hast. Schließlich fällt der Schuldzins in der Regel so hoch aus, dass du sie selbst mit einer lukrativen Rendite nicht dauerhaft überbieten kannst. Sehe die Rückzahlung von Schulden also als ein lohnenswertes Investment an, dessen indirekte Rendite jedes andere Investment schlägt. Und wenn du dann einmal schuldenfrei bist, hast du dir vielleicht schon einen Plan zurechtgelegt und kannst direkt mit der Verfolgung deines Sparziels beginnen.

Mann verteilt Geld auf dem Boden

Darüber hinaus sprechen Ökonomen gerne vom „magischen Dreieck der Geldanlage“. Hier werden die drei wichtigsten Faktoren zusammengefasst, die beim Geld investieren eine Rolle spielen: die Rentabilität, das Risiko sowie die Liquidität. Diese drei Faktoren hängen untrennbar zusammen und beeinflussen sich gegenseitig. Dabei ist es leider so, dass diese drei Bereiche untrennbar zusammenhängen.

Wenn du beim Geld anlegen die potentielle Rentabilität maximieren willst, dann könntest du beispielsweise in riskante Einzelaktien kleiner Unternehmen oder in Festgeld über 5 Jahre investieren. In beiden Fällen bringt die Rentabilität aber auch Nachteile mit sich. Beim Aktienkauf steigt das Risiko, wohingegen beim Festgeld die Liquidität abnimmt. Dieses Gedankenspiel lässt sich für jede Geldanlage durchgehen. Wer sein Geld wiederum auf dem Tagesgeldkonto liegen lässt, hat eine extrem niedrige Rentabilität, dafür aber auch keinerlei Risiko und maximale Liquidität.

HINWEIS
Das magische Dreieck kann dir dabei helfen zu realisieren, was dir wirklich wichtig ist. In der Regel solltest du dich aber darum bemühen, beim Geld anlegen eine Streuung zu erreichen, bei der sich all diese Faktoren im Gleichgewicht befinden.

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Damit wären wir bereits beim nächsten Prinzip: der Streuung deines Gesamtvermögens. Wenn du über das Geld anlegen nachdenkst, ist es immer wichtig, das große Ganze zu sehen. Wenn du etwa mit bereits 30.000 Euro in Tages- und Festgeld, Rohstoffe und ETFs investiert bist, dann spricht in der Regel nichts dagegen, auch in etwas spekulative Aktiengeschäfte einzusteigen. Falls du hingegen noch keine Rücklagen oder sogar noch Schulden hast, kann von hochriskanten Geschäften klar abgeraten werden.

Wenn du beim Geld anlegen also das magische Dreieck berücksichtigst, dann mache das am besten vor dem Hintergrund der gesamten Geldanlage und nicht nur in Bezug auf ein einzelnes Investment. Dann kannst du entscheiden, ob dein gesamtes Anlagevermögen noch mehr Rentabilität, Sicherheit oder Liquidität vertragen könnte.

Eine Frau betrachtet eine Sanduhr

Ein weiterer beliebter Spruch wäre „Zeit ist Geld“. Natürlich bezieht sich diese Weisheit eigentlich auf die Arbeitszeit, die sinnvoll genutzt werden soll. Ebenso sinnvoll wäre diese Aussage aber auch in Bezug auf das Sparen. Beim Geld anlegen ist die Zeit dein Freund. Das liegt zum einen daran, dass sich mit der Zeit gewisse Risiken ausgleichen. Beispielsweise schwanken Aktienkurse im Jahresverlauf häufig stark. Über viele Jahre oder gar Jahrzehnte hinweg gerechnet lässt sich in der Regel aber ein klarer Wachstumstrend erkennen.

Andererseits spielt hier aber auch der Zinseszins eine zentrale Rolle. Alle Gelderträge, die du mit der Zeit erwirtschaftest, bringen in der Zukunft ihrerseits wiederum noch mehr Erträge ein. Das hat zur Folge, dass deine Geldanlage im Laufe der Jahre nicht linear, sondern exponentiell wächst. Was das für dich bedeutet? Im Prinzip sollte das Motivation genug sein, das eigene Geld möglichst früh zu investieren, damit die Geldanlage Zeit hat, sich exponentiell zu vermehren. Zum Beispiel dauert es rund 10 Jahre, bis sich deine Geldanlage verdoppelt, falls du eine Rendite von rund 7 % erreichst. Nach 20 Jahren hätte sich dieser Wert dann bereits vervierfacht. Je früher du es deshalb schaffst Geld anzulegen, desto länger kann dir die Zeit auch beim Vermehren des Betrags helfen.

INFO
Diese fünf Aspekte der Inflation, der Schuldentilgung, des magischen Dreiecks, des Gesamtvermögens sowie der Zeitnutzung spielen für alle weiteren Überlegungen eine wichtige Rolle. Im Folgenden wollen wir uns nun einmal näher ansehen, welche Optionen dir beim Sparen eigentlich zur Verfügung stehen. Dabei erfährst du auch mehr über die Vor- und Nachteile der einzelnen Varianten.

Geld anlegen – aber in was?

Frau bringt Geld zum Tresor

Sobald du dich dazu entscheidest, dein Geld anlegen zu wollen, dann wirst du mit einer unglaublich großen Auswahl an Möglichkeiten konfrontiert. Klar, das Sparkonto und Aktien kennt wohl jeder. Vielleicht fangen dir aber auch Freunde und Bekannte an davon zu erzählen, dass du doch einfach den Kauf einer Immobilie als Investment sehen solltest oder warum du noch nicht in Bitcoins investierst. An dieser Stelle werden die verschiedenen Geldanlagen vorgestellt. Dabei erfährst du nicht nur, wie du dein Geld anlegen kannst, sondern auch, was diese Geldanlagen eigentlich ausmacht sowie welche Vor- und Nachteile sie bieten.

Klassische Geldanlagen – Eine solide Basis

Den Anfang machen hier die klassischen Geldanlagen bei Kreditinstituten, also beispielsweise das Tagesgeld- und Festgeldkonto und das Sparbuch. Bei dieser Form des Geld anlegen überlässt du einer Bank für eine gewisse Zeit Geld, die dich dafür wiederum in Form eines Zinses entlohnt. Dabei lassen sich viele klassische Geldanlagen unterscheiden, die insbesondere für Privatanleger interessant sind.

Sobald du ein Girokonto bei einer Bank eröffnest, ist es relativ wahrscheinlich, dass dir die Bank gleichzeitig auch ein Tagesgeldkonto anbietet. Das Tagesgeldkonto hat das früher übliche Sparbuch inzwischen weitestgehend abgelöst, was nicht heißen soll, dass das Sparbuch nicht immer noch von der Mehrheit der Deutschen genutzt wird. In beiden Fällen „parkt“ der Kunde sein Erspartes auf diesem Zweitkonto, das dann höher als auf dem Girokonto verzinst wird.

Insbesondere beim Tagesgeldkonto ist es dann kein Problem, das Guthaben auf das eigene Girokonto zu überweisen, um dann frei darüber verfügen zu können. Die Vorteile liegen deshalb auf der Hand. Mit dem Tagesgeldkonto bist du äußerst flexibel und trägst auch keinerlei Risiko, da in der Regel Beträge von bis zu 100.000 Euro durch die Einlagensicherung abgesichert sind.

Frau spart Geld

Diese hohe Flexibilität und Sicherheit hat allerdings auch ihren Preis in Form äußerst niedriger Zinsen. Beim Geld anlegen auf dem Tagesgeldkonto belaufen sich die Zinsen in der aktuellen Niedrigzinsphase auf deutlich unter 1 %, häufig sogar auf unter 0,1 %. Lediglich Neukunden bei einer Bank können im Rahmen einer Willkommensaktion auf einen höheren zeitweiligen Zins hoffen. Das Tagesgeldkonto solltest du also weniger zum Geld anlegen nutzen, als vielmehr als ein zweites Girokonto, auf das du das Geld überweist, das du gerade nicht direkt benötigst.

Eine Alternative zum Tagesgeldkonto stellt das Festgeldkonto dar. Wie der Name bereits andeutet wird das Geld hier nicht nur tagesweise, sondern über einen festen Zeitraum angelegt. Für diese Planungssicherheit belohnt dich die Bank mit höheren Zinsen. Gleichzeitig kannst du über den Vertragszeitraum aber auch nicht auf das Geld zugreifen, was deine Flexibilität stark einschränkt. Du solltest dir also sicher sein, dass du den Betrag beim Geld anlegen auf dem Festgeldkonto für den gewählten Zeitraum nicht benötigst.

HINWEIS
Letzterer beläuft sich in der Regel über einen Zeitraum von einem bis fünf Jahre. Manche Kreditinstitute bieten dir beim Geld anlegen auch einen Anlagehorizont von zehn Jahren. Dabei gilt die Faustregel, dass der Zinsbetrag mit der Vertragsdauer steigt. Das Festgeldkonto eignet sich demnach ideal dazu, dein Portfolio um eine risikoarme und verlässliche Geldanlage zu erweitern, die zwar wenig Gewinn abwirft, dafür aber eine äußerst solide Grundbasis bietet.

Daneben gibt es noch eine Reihe von Sonderkonten, die ebenfalls als Sparkonten genutzt werden können. Beispiele hierfür wären das Kinderkonto und das Fremdwährungskonto. Letzteres bedeutet, dass die Bank das eigene Geld explizit in Devisen anlegt, also in Fremdwährungen aus dem Ausland. In der Folge steigt zwar das Gewinnpotential, gleichzeitig zahlst du aber auch mehr Gebühren und trägst ein deutlich höheres Risiko aufgrund schwankender Wechselkurse. Ein Fremdwährungskonto eignet sich damit allenfalls als eine Ergänzung, sollte aufgrund des Risikos aber niemals ein zentraler Bestandteil beim Geld anlegen sein.

Wertpapiere – Leichter als du denkst

Trader kauft Aktien

Als zweite zentrale Geldanlage können Wertpapiere bezeichnet werden. Zwar mag das Thema Aktien viele vor allem deutsche Anleger abschrecken. So hielten nur rund zehn Millionen Deutsche letztes Jahr Wertpapiere in irgendeiner Form. Gleichzeitig handelt es sich aber auch um eine Geldanlage, die bei niedrigen Zinsen beinahe schon als alternativlos angesehen werden kann. Alles, was du für den Kauf von Wertpapieren brauchst, ist ein Depot. Am leichtesten lässt sich ein Depot bei der Bank eröffnen, bei der du ohnehin schon dein Girokonto führst. So kannst du dann einfach Aktien direkt über dein Konto kaufen und alle Gewinne, Verluste und Rechnungen werden direkt über dein Girokonto verrechnet. Die Eröffnung dauert ebenfalls nicht lange und ist bei vielen Anbietern mit keinen Kosten verbunden. Erst beim Kauf von Wertpapieren sowie beim Halten diverser Wertpapierformen fallen weitere Gebühren an.

Im Mittelpunkt stehen bei den Wertpapieren die Aktien. Hierbei handelt es sich um nichts anderes als um den Anteil an einem Unternehmen. Wenn du beispielsweise fünf Aktien zu einem Preis von 1000 Euro von einem Automobilhersteller kaufst, dann gehört dir ein ganz kleiner Anteil dieses Unternehmens. Das Unternehmen selbst belohnt dich als Investor dann einerseits mit so genannten Dividenden. Hierbei handelt es sich um Gewinnausschüttungen des Unternehmens an seine Aktionäre, die beim Geld anlegen in das Unternehmen investieren. Du wirst also direkt am Gewinn des Unternehmens beteiligt.

Eine typische Dividendenhöhe würde sich auf 1 bis 3 % belaufen. In unserem Beispiel würde dir der Automobilhersteller also jährlich 10 bis 30 Euro überweisen, was vor allem über einen langen Zeitraum schnell zu nennenswerten Beträgen führt. Andererseits kannst du bei Aktien auch auf steigende Kurse hoffen, wenn das Unternehmen erfolgreich wirtschaftet und immer mehr Investoren anlockt. Dann sind deine fünf Aktien, die zu Beginn noch 200 Euro gekostet haben, nach zwei Jahren vielleicht schon 250 Euro Wert, wodurch dein Anlagebetrag auf 1250 Euro gestiegen ist.

Frau freut sich über steigende Aktienkurse

Die Vor- und Nachteile von Aktien liegen auf der Hand. Aktien bieten dir sehr hohe Gewinnchancen wie kaum eine andere Geldanlage. Gleichzeitig ist das Geld anlegen in Aktien aber auch äußerst riskant. Bereits ein Skandal oder eine wirtschaftliche Fehlentscheidung im Unternehmen kann dazu führen, dass der Aktienkurs eines Unternehmens innerhalb eines Tages massive Verluste hinnehmen muss. Dieses Risiko lässt sich aber mit Hilfe einiger Maßnahmen zumindest abschwächen.

Zum einen solltest du nur in Unternehmen investieren, die bereits am Markt etabliert sind oder deren Geschäftsmodell du verstehst und das dich überzeugt. Des Weiteren solltest du dich vor allem als Einsteiger beim Geld anlegen in Aktien auf eine Buy and Hold Strategie konzentrieren, die Aktien also über viele Jahre hinweg halten. Dann macht es auch nichts, wenn das Unternehmen einmal eine Krise erlebt.

Am wichtigsten bleibt beim Geld investieren in Aktien aber die Diversifikation, also der Kauf von Aktien verschiedener Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen und Ländern. Dann ist es egal, ob ein Unternehmen, eine Branche oder ein Land einmal eine Krise erlebt. Dein gesamtes Portfolio gleicht einen solchen Verlust dann schnell durch Gewinne in anderen Unternehmen wieder aus.

Und eben beim Stichwort Diversifikation wären wir bereits bei der wohl wichtigsten Alternative zum direkten Geld anlegen in Aktien: die ETFs. Hier handelt es sich um Exchange Traded Funds, bei denen es sich um Investmentfonds handelt, die wiederum aus vielen einzelnen Titeln bestehen. Wenn du also einen ETF kaufst, dann bist du nicht nur an einem Unternehmen, sondern gleichzeitig an dutzenden oder gar hunderten Unternehmen beteiligt. Damit kannst du auch als Kleinanleger einfach und schnell deine Geldanlage streuen, ohne beim Geld anlegen in viele Einzelaktien verschiedener Unternehmen investieren zu müssen.

ETFs zeichnen sich zudem durch ihre geringen Gebühren aus. Wenn du dich beim Geld anlegen für ETFs entscheidest, dann kannst du mit Gebühren von weniger als 1 % der Anlagesumme im Jahr rechnen. Ein klassisches Beispiel für einen solchen Exchange Traded Fund wäre der MSCI World, der sich aus über 1600 Einzelkomponenten zusammensetzt, die über alle Kontinente und Branchen verstreut sind. Wenn du also einen MSCI World ETF kaufst, beteiligst du dich mit einem Kauf an der weltweiten gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Einfacher lässt sich eine Risikosenkung durch Diversifikation beim Wertpapierkauf nicht erreichen.

Frau ordert Aktien per Smartphone.jpg

Natürlich gibt es auch zahlreiche weitere ETFs, die etwa bestimmte Branchen oder Regionen abbilden. Wenn du beispielsweise der Überzeugung bist, dass sich der Euroraum auch weiterhin behaupten kann und Wachstumspotential besitzt, können beispielsweise die ETFs Stoxx Europe 600 oder MSCI EMU ein passendes Investment beim Geld anlegen darstellen.

Der nächste Wertpapiertyp, der Fond, unterscheidet sich kaum vom ETF. Beim Geld anlegen in Fonds gibt es aber einen wichtigen Unterschied, den du unbedingt kennen solltest. Fonds werden im Gegensatz zu ETFs aktiv verwaltet. Das heißt, dass hier ein Fondsmanager je nach wirtschaftlicher Entwicklung Titel kauft und verkauft, um den Fond beziehungsweise dessen Entwicklung zu optimieren. Was auf dem Papier eigentlich gut klingt, funktioniert in der Praxis aber nur bedingt. So konnten großangelegte Studien nachweisen, dass Fonds über einen langen Zeitraum für den Privatanleger durchschnittlich weniger Rendite einbrachten als ETFs.

Das dürfte zweierlei Gründe haben. Zum einen fallen bei Fonds mit bis zu 3 % deutlich höhere Gebühren an. Schließlich wollen auch die Fondsmanager für ihre Arbeit entlohnt werden. Zum anderen gelingt es aber auch nur den wenigsten Fondsmanagern, verlässliche Voraussagen zu treffen und den Markt dauerhaft zu schlagen. Manche Börsentheorien gehen sogar so weit zu sagen, dass Vorhersagen unmöglich sind, da bereits alle relevanten Faktoren im Aktienpreis eingepreist sind.

HINWEIS
Falls dir das Geld anlegen in Aktien, ETFs oder Fonds zu riskant erscheint, kannst du im Bereich der Wertpapiere letztlich auch noch in Pfandbriefe und Anleihen Geld investieren. Ein klassisches Beispiel aus diesem Bereich wären Staatsanleihen. Wenn du dich für ein Geld anlegen in diesem Bereich entscheidest, dann leihst du quasi direkt einem Staat Geld und erlaubst es ihm damit, Schulden aufzunehmen. Der Staat entlohnt dich für diese Leihe wiederum mit Zinsen über die gesamte Laufzeit.

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Das Geld anlegen in Staatsanleihen gilt vor allem dann als sicher, wenn du es Staaten mit einer hohen Bonität leihst. Schließlich würdest du dein Geld nur dann nicht wieder bekommen, wenn der Staat selbst zahlungsunfähig werden würde. Im Gegenzug fällt aber die Rendite deutlich geringer als das Potential der anderen Wertpapieranlagen aus, weshalb Staatsanleihen nicht der einzige Wertpapiertyp sein sollten, für den du dich beim Geld anlegen entscheidest.

Mann rettet sich vor einem Börsencrash

Letztlich kannst du dich als erfahrener Anleger beim Geld anlegen auch an Derivate heranwagen, die ebenfalls zu den Wertpapieren gehören. Um Derivate zu verstehen, reicht es aus, sich den Ursprung des Wortes bewusst zu machen. So stammt das Wort Derivate vom lateinischen „derivare“, was so viel wie „ableiten“ bedeutet. Der Wert eines Derivats leitet sich wiederum von einer wirtschaftlichen Größe ab. Das kann beispielsweise ein bestimmter Aktienkurs, Index oder aber ein Rohstoffpreis sein.

Bei Derivaten kannst du beim Geld anlegen dann verschiedene Geschäfte abschließen, darunter so genannte Festgeschäfte und Optionsgeschäfte. Anschließend kannst du nicht nur von steigenden und fallenden Kursen profitieren, sondern auch mit Hebeln arbeiten. Letztere verstärken mögliche Gewinne und Verluste noch weiter. An das Geld anlegen in Derivate solltest du dich aufgrund deren Komplexität erst heranwagen, wenn du bereits viele Erfahrungen in Wertpapier- und Finanzgeschäften sammeln konntest.

Hinsichtlich der Wertpapiere steht dir beim Geld anlegen also eine große Auswahl offen, von der du je nach Erfahrungsgrad auch Gebrauch machen solltest. Pauschal gesagt sind vor allem ETFs besonders einsteigerfreundlich, bevor du direkt in Einzelaktien investierst. Auf Fonds kannst du hingegen aus den genannten Renditegründen verzichten, wohingegen Derivate beim Geld anlegen eine interessante Ergänzung darstellen können.

Immobilien – Wohnen in der Geldanlage

Mann balanciert auf Hochhäusern

Immobilien sind eine einzigartige Geldanlage, die sowohl als reines Investment oder aber auch als eine persönliche Lebensentscheidung getätigt werden kann. Betrachten wir Immobilien vor dem Hintergrund des magischen Dreiecks, dann ergibt sich ein komplexes Bild.

Hinsichtlich der Rendite lassen sich beim Kauf von Immobilien nur schwer einheitliche Aussagen tätigen. So kann es sein, dass der Wert einer Wohnung oder eines Hauses über Jahrzehnte hinweg locker an eine 5 %-Rendite heranreicht. Vielleicht entscheidest du dich aber beispielsweise auch für ein Haus auf dem Land, das zwar kostengünstig ist, in den nächsten zwei Jahrzehnten aber kaum mit der Inflation mithalten kann und damit quasi an Wert verliert.

Auch mit der Sicherheit ist es so eine Sache. Da Immobilien in der Regel sehr teuer sind, wirst du wahrscheinlich einen Großteil deines Vermögens in diese investieren oder dich sogar über Jahrzehnte hinweg verschulden. Damit einhergeht, dass du beim Geld anlegen hier quasi alles auf eine Karte setzt. Falls in den nächsten Jahren etwas Unvorhergesehenes passiert, kann es sein, dass die Immobilie stark an Wert verliert oder du kein Interesse mehr hast, diese selbst zu nutzen. Wenn du zum Beispiel ein Haus kaufst und fünf Jahre später im Nachbargebäude eine Kneipe eröffnet, die jede Nacht für viel Lärm sorgt, kann der Wert deiner Geldanlage massiv sinken. Gleiches gilt natürlich auch, wenn Bauschäden auftreten oder gar Naturkatastrophen für Schäden sorgen.

ACHTUNG
Wenn du dich wiederum dafür entscheidest, die Immobilie zu vermieten, ist das ebenfalls nicht frei von Risiko. Beim Geld anlegen in Immobilien, um Rendite aus den Mieteinnahmen zu beziehen, kann es schließlich immer sein, dass es zu Problemen mit den Mietern kommt, die entweder Schäden verursachen oder gar die Miete nicht zahlen. Im schlimmsten Falle bleibst du dann auch auf den Kosten sitzen oder hast zumindest regelmäßig einen Mehraufwand, um die Mieteinnahmen beim Geld anlegen in Immobilien zu sichern.


Lässt sich also eine Investition in Immobilien vorbehaltslos beim Geld anlegen empfehlen? Diese Frage muss wohl mit einem klaren „nein“ beantwortet werden. Stattdessen sind Immobilien vor allem für Anleger interessant, die diese langfristig selbst bewohnen wollen. Alternativ kann sich das Geld anlegen in Immobilien auch lohnen, wenn sie nicht deine einzige Geldanlage darstellen und du dich genau darüber informierst, ob in der betreffenden Gegend mit einem Anstieg der Immobilienpreise gerechnet werden kann oder ob die Preise nicht wahrscheinliche auf lange Zeit stagnieren.

Sachwerte – Eigentum mit Rendite

Frau sitzt vor ihrem Camper

Wenn du dich beim Geld anlegen für Sachwerte entscheidest, dann begibst du dich in ein interessantes Feld der Geldanlage, bei dem Konsum, Genuss, Besitz und Luxus eng beieinander liegen. Klassische Sachgüter, in die du Geld anlegen könntest, wären beispielsweise Antiquitäten, Wein, Autos oder Schuhe. Beim Geld anlegen in diese Objekte gehst du dann davon aus, dass entweder die Nachfrage in den kommenden Jahren steigt oder aber das Angebot bei gleichbleibender Nachfrage weiter sinkt, was einen Preisanstieg zur Folge hätte.

Bevor du dich aber für den Kauf von Sachwerten als Geldanlage entscheidest, gibt es einige Faktoren, die du hier beachten solltest. Zunächst einmal sollte es sich um eine Produktklasse handeln, in der du dich sehr gut auskennst und am besten schon seit vielen Jahren Erfahrung besitzt. Erst dann entwickelst du beim Geld anlegen ein Gefühl dafür, welche Produkte weiterhin gefragt bleiben und wo bereits ein Höchststand bei der Preisentwicklung erreicht ist.

Des Weiteren sollte dir auch bewusst sein, dass manche Sachwerte laufende Kosten verursachen, die sich beim Geld anlegen negativ auf die Rendite auswirken. Das beste Beispiel hierfür wäre ein Auto. Selbst wenn du es nicht anmeldest, dann benötigst du immer noch eine Garage oder einen anderweitigen Unterstellplatz, damit dessen guter Zustand gewahrt bleibt. Ansonsten würdest du hier beim Geld anlegen riskieren, dass der Wert allein schon aufgrund eines schlechteren Allgemeinzustands der Ware sinkt. Damit entstehen dir aber auch laufende Kosten, die sich vor allem bei einem langfristigen Anlagehorizont schnell summieren.

Letztlich sollte dir auch bewusst sein, dass vor allem Sachanlagen, die gerade im Trend liegen, schnell an Wert verlieren können. Das beste Beispiel hierfür wären etwa Sneaker, für die es derzeit einen weltweit großen Absatzmarkt mit vielen Zwischenhändlern gibt. Ob aber in zehn Jahren immer noch so viele Menschen bereit sein werden, hunderte oder gar tausende Euro in Sneaker zu investieren, kann keiner verlässlich sagen.

Zusammengefasst lässt sich beim Geld anlegen in Sachwerte deshalb festhalten, dass du dich im entsprechenden Bereich sehr gut auskennen und auch ausreichenden Raum zur Verwahrung und Lagerung des Produkts haben solltest. Zudem ist das Geld anlegen in Sachwerte besonders dann zu empfehlen, wenn du selbst ohnehin Gefallen an diesem Gegenstand hast. Wenn du dir beispielsweise ein Gemälde kaufst und in deinem Wohnraum aufhängst, dann ist es auch nicht so schlimm, wenn dessen Wert die nächsten zehn Jahre kaum steigt. Stattdessen profitierst du dann zumindest persönlich, was auch für eine geringe Rendite entschädigen kann.

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Edelmetalle – Das älteste Zahlungsmittel

Mann arbeitet in der Stahlverarbeitung

Wenn du dich beim Geld anlegen für Gold entscheidest, dann entscheidest du dich für eine Geldanlage, die nachweislich bereits 5000 vor Christus als Handelsgut eingesetzt wurde. Auch heute noch gilt Gold als sicherer Hafen, der insbesondere in Krisenzeiten beim Geld anlegen von vielen Investoren geschätzt wird. Die Bedeutung des Goldes lässt sich auch allein daran ablesen, dass bis in die 1970er Jahre beispielsweise Goldreserven durch die USA gehalten wurden, die den US-Dollar decken sollten.

Beim Goldkauf steht es dir frei, ob du beim Geld anlegen direkt in physisches Gold investieren willst. So kannst du beispielsweise Goldmünzen oder Goldbarren als Geldanlage kaufen, um direkt in Gold zu investieren. Andererseits kannst du beim Geld anlegen in Gold beispielsweise auch in Aktien, Zertifikate oder Investmentfonds investieren, um von steigenden Goldpreisen zu profitieren. Der Vorteil dieser Alternativen liegt auf der Hand. So musst du beim Geld investieren dann nicht mehr das Gold zuhause oder in einem Schließfach bei einer Bank lagern, was entweder mit Unsicherheit verbunden ist oder weitere Nebenkosten verursacht.

WICHTIG
An dieser Stelle wollen wir aber auch mit einigen Irrtümern aufräumen, die im Falle von Gold bestehen. Zum einen ist Gold keineswegs so krisensicher, wie viele Menschen glauben. Stattdessen ist dessen Wert an den Dollar gebunden, in dessen Währung es gehandelt wird. Währungsschwankungen des US-Dollars wirken sich demnach auch auf das Gold aus. Andererseits bringt Gold auch keinen direkten Ertrag und besitzt keinen eigentlichen Mehrwert. Stattdessen basiert sein Wert beim Geld anlegen allein darauf, dass allgemein davon ausgegangen wird, dass der gesamte Markt dessen Wert anerkennt.

Es ist deshalb denkbar, dass der Goldpreis irgendwann nicht mehr steigt oder sogar über Jahrzehnte sinkt, obwohl eine solche Phase bisher in der jüngeren Geschichte nie eingetreten ist. Aufgrund dieser Faktoren ist Gold eine sinnvolle Ergänzung für jedes Portfolio, dessen Gesamtanteil an der gesamten Geldanlage aber unter 10 % gehalten werden sollte.

Neben Gold gibt es beim Geld anlegen natürlich noch einige andere Edelmetalle, in die du Geld investieren kannst. Beispiele wären Silber, Platin und Palladium, die ebenfalls in genannter Weise gehandelt werden können. Beim Geld anlegen in diese Edelmetalle sollte dir aber bewusst sein, dass sie manchmal noch größeren Kursschwankungen unterliegen und als nicht so krisensicher wie das klassische Gold gelten.

Trends unter den Geldanlagen – Rendite mit Risiko

Frau schaut durch ein Fernglas

Abschließend solltest du beim Geld anlegen deine Augen immer auch nach neuen Möglichkeiten und Trends unter den Geldanlagen offen halten. Beispiele für solche Trends in den letzten Jahren wären die Kryptowährungen sowie das Crowdfunding. Eine solche neue Geldanlage hat sich bisher noch nicht auf dem Markt bewährt. Das heißt zwar, dass sie auch ungewöhnlich hohe Rendite bescheren kann. Gleichzeitig fällt deren Risiko aber auch ungewöhnlich hoch aus.

Im Falle der Kryptowährungen hast du die Wahl, ob du dich beim Geld anlegen für den Klassiker Bitcoin oder eine andere Konkurrenzwährung entscheidest. Bitcoin könnte inzwischen als das Gold unter den Kryptowährungen bezeichnet werden, da es eine der ältesten Kryptowährungen ist, die gleichzeitig den größten Bekanntheitsgrad genießt.

Zudem stehst du im Falle dieser Geldanlage auch vor der Entscheidung, ob du die Kryptowährung direkt besitzen willst oder ob es dir ausreicht, nur in Form eines Derivats oder anderen Anlageprodukts am Markt beteiligt zu sein. Falls du dich beim Geld anlegen in Kryptowährungen für ersteres entscheidest, dann benötigst du eine so genannte Wallet, also eine Art digitale Brieftasche, um mit Kryptowährungen zu handeln. Dies hat dann aber den Vorteil, dass du den Betrag nicht nur zum Geld anlegen, sondern vereinzelt auch zum direkten Bezahlen von Waren und Dienstleistungen einsetzen kannst. Insgesamt gelten die Kryptowährungen trotz dieses Mehrwerts als sehr risikoreich, da keiner voraussagen kann, ob sich diese Technik in den kommenden Jahren weiter etablieren kann. Fest steht aber, dass risikofreudige Anleger beim Geld anlegen geringe Beträge auch hier investieren können, um von den hohen möglichen Renditechancen zu profitieren.

INFO
Crowdfunding ist ein weiterer Trend, bei dem du dich beim Geld anlegen über Online Plattformen direkt an Projekten neuer oder sehr junger Unternehmen beteiligst. Die Idee des Crowdfundings ist prinzipiell äußerst interessant. So können sich Startups dank einer Crowdfunding Kampagne jenes Startkapital besorgen, das ihnen derzeit keine Bank leiht, obwohl die Geschäftsidee aussichtsreich ist.

In der Praxis scheitert das Geld anlegen in Crowdfunding Kampagnen allerdings an zwei zentralen Problemen. Einerseits kann dir natürlich keiner garantieren, dass das Unternehmen sein Geschäftsvorhaben tatsächlich fertig stellt oder damit erfolgreich ist. Andererseits gibt es auch immer wieder Fälle, in denen Crowdfunding Kampagnen gezielt genutzt werden, um Kapital zu beschaffen, das dann überhaupt nicht oder nur teilweise für das Projekt eingesetzt wird. Der Übergang zum Betrug ist hier fließend. Als Privatanleger hast du dabei kaum die Möglichkeit objektiv beurteilen zu können, wie aussichtsreich das Vorhaben eines Startups ist. Das Geld anlegen in Crowdfunding Kampagnen stellt demnach eine hochriskante Investition dar, deren hohes Renditepotential allenfalls für erfahrene Anleger beim Geld anlegen interessant ist.

Die langfristige Vermögensplanung

Zwei Rentner fahren Fahrrad

Nun kennst du die Grundprinzipien der Geldanlage sowie die verschiedenen Möglichkeiten, wie du dein Geld anlegen kannst. Alles, was dir jetzt noch fehlt, ist eine langfristige Strategie der Vermögensplanung. Selbst wenn du bereits damit begonnen hast, dann findest du hier vielleicht doch noch den einen oder anderen interessanten Gedanken, wie du beim Geld anlegen sinnvoll und langfristig orientiert handeln kannst.

Dein erstes Ziel sollte darin bestehen, wie bereits erwähnt alle Schulden zu tilgen und eine Art Notgroschen aufzubauen. Ein finanzielles Sicherheitspolster sollte sich auf etwa zwei bis drei Nettoeinkommen von dir erstrecken. So bleibst du finanziell flexibel, musst für kleinere Investitionen keine Schulden aufnehmen und bist bereit, mit dem Geld anlegen zu beginnen.

Anschließend kannst du mit dem Geld investieren beginnen. Hierzu musst du dir bewusst werden, ob du in absehbarer Zeit wieder auf das Geld angewiesen bist beziehungsweise wie lange dein Anlagehorizont ist. Falls du beispielsweise 20 bist und über die nächsten Jahrzehnte bis hin zur Altersvorsorge zurücklegen willst, dann sieht deine Strategie beim Geld anlegen fundamental anders als bei einem Familienvater Mitte 30 aus, der in etwa fünf Jahren einen Hauskauf plant.

Dabei gilt, dass der Wertpapieranteil deiner Geldanlage bei steigendem Anlagehorizont ebenfalls höher ausfallen sollte. In unserem Beispiel würde das bedeuten, dass der 20-Jährige je nach persönlicher Vorliebe einen Wertpapieranteil von 60 bis 80 % anstreben kann, wohingegen der Familienvater nur rund 20 bis maximal 30 % in Wertpapiere investieren sollte. Den verbleibenden Anteil kannst du größtenteils in Tages- und Festgeld sowie die weiteren Anlageklassen investieren. Doch egal, welchen Zeithorizont du hast, so sollte dein erstes Ziel stets darin liegen, den jährlichen Sparerfreibetrag von 801 Euro auszuschöpfen. Das erlaubt dir jährliche Gewinnmitnahmen über den genannten Betrag, ohne dass du hierfür die eigentlich anfallende Steuer von 25 % zahlen müsstest.

Im Laufe der Zeit kannst du deine Vermögensplanung dann regelmäßig hinterfragen und an dein aktuelles Leben anpassen. Der 20-Jährige Anleger ist vielleicht inzwischen Mitte 20 und konnte einige zehntausend Euro in ETFs investieren. Nun könnte er beispielsweise auch einen Bausparvertrag anlegen, in Sachwerte oder risikoreiche Anlageklassen investieren oder den Anteil seines Tagesgeldkontos erhöhen, um sein Vermögen optimal an seine Wünsche und Vorstellungen anzupassen.

Schaue dir hierzu auch einmal die mögliche Wertentwicklung deines angelegten Kapitals in unserem Zinseszinsrechner an.

INFO
Am leichtesten erreichen lassen sich diese Sparvorhaben, indem du sie einerseits automatisierst und dir andererseits feste Sparziele setzt. Das heißt, dass du beispielsweise Sparpläne für ETFs oder Sparkonten anlegst, auf die das Geld anlegen zu Monatsbeginn automatisch abgewickelt wird. Zudem können dich Sparziele motivieren, fokussiert zu bleiben und Freude daran zu haben, Geld anlegen zu können. Nie vergessen solltest du zudem die Bedeutung deines Einkommens. Hiervon hängt maßgeblich davon ab, wie viel für das Geld anlegen übrig bleibt, ohne dass du deinen Lebensstandard senken müsstest. Investiere demnach auch in dich und deine Qualifikationen, um in deinem Berufsfeld von regelmäßigen Gehaltserhöhungen zu profitieren.


Insgesamt ist die persönliche Geldanlage ein komplexes Thema, dem sich aber dennoch jeder stellen sollte. Denn egal, ob dein Ziel einfach nur in der Schuldenfreiheit, dem Kauf von Sachwerten oder einer Immobilie oder gar in der finanziellen Freiheit besteht, so bildet das Geld anlegen doch immer die Basis dafür.