Das Geschäftskonto ist eine Grundlage deiner Selbstständigkeit. Deshalb möchte ich dir im heutigen Artikel zeigen, wie und wo du ein Geschäftskonto eröffnen kannst. Folgende Fragen sollen geklärt werden:

  • Brauche ich überhaupt zwingend ein Geschäftskonto?
  • Ab wann macht es Sinn, ein Geschäftskonto zu eröffnen?
  • Kann ich nicht einfach mein Privatkonto weiter nutzen?

und viele weitere wichtige Fragen…

Dazu eine Geschichte:

Ein mir bekannter Amazon-Händler nutzte sein Privatkonto als Geschäftskonto. Durch den Handel hatte er natürlich regelmäßig größere Geldeingänge auf seinem Privatkonto, was die Bank bemerkte. In den AGB war die geschäftliche Nutzung des eigenen Privatkontos untersagt.

Und dann kam es wie es kommen musste: Mitten in einer wichtigen Verkaufssaison untersagte ihm die Bank die weitere Nutzung als Geschäftskonto und informierte ihn, dass er innerhalb von 2 Wochen auf ein neues Geschäftskonto umstellen müssten, da die Bank ansonsten das Konto sperren würde. Und das ist natürlich ein großer Stress! Das will keiner…

Und damit dir das nicht passiert, gibt es heue einen Artikel in dem wir alle wichtigen Fragen rund um das Geschäftskonto klären. 🙂

Warum ein Geschäftskonto Sinn macht

Dies muss natürlich nicht immer der Fall sein, dass das eigene Konto gleich gesperrt wird. Aber es hat auch ganz einfache praktische Gründe, wieso man sich am besten direkt zu Anfang ein Geschäftskonto anlegen sollte.

Zum einen ist das Problem, dass du wahrscheinlich mit den Zahlungen durcheinander kommen wirst. Durch das vermischen von privaten und geschäftliche Buchungen, musst du auch deine Kontoauszüge für die Buchhaltung immer manuell filtern.

Und solltest du einen Steuerberater haben, dann hast du natürlich das Problem, dass er genau sieht, wofür du dein Geld auch privat ausgibst. Nicht jeder fühlt sich damit wohl.

Deswegen macht es Sinn, von Anfang an private und geschäftliche Zahlungsströme strikt zu trennen. Damit machst du es dir wesentlich leichter und vermeidest unnötige Kopfschmerzen.

Bei einer juristischen Person bzw. einer Kapitalgesellschaft wie der GmbH oder AG ist das Geschäftskonto zwingend. Hier gibt es also keinen Weg dran vorbei.

Was kostet mich ein Geschäftskonto?

Zunächst die schlechte Nachricht. Im Gegensatz zu einem privaten Girokonto ist das Geschäftskonto in aller Regel aber kostenpflichtig. Daher solltest du dein Geschäftskonto nicht unbedingt bei der Bank um die Ecke eröffnen, weil das sehr teuer werden kann. Es gibt hier die unterschiedlichsten Modelle und die verschiedensten Angebote der Banken.

Aber auch Vorsicht vor kostenlosen Angeboten, weil hier verstecke Kosten auftreten können. Schlussendlich kommt es darauf an, was du brauchst.

Zunächst einmal was für eine Rechtsform du gewählt hast, die Anzahl der Buchungen, Karten, welche Ansprechpartner und so weiter… Alle diese Faktoren schauen wir uns gleich jetzt im Detail und danach anhand von zwei Beispielen.

Wo kann ich ein Firmenkonto eröffnen?

Als erstes solltest du dich Fragen, welche Bedürfnisse du hast.

Am Anfang ist nämlich die Rechtsform entscheidend, denn viele Banken haben unterschiedliche Konditionen für verschiedene Rechtsformen. Für eine GmbH gibt es zum Beispiel ganz andere Konditionen, als für einen Freiberufler wie einen Anwalt oder Arzt.

Viele Banken haben sich auch auf bestimmte Rechtsformen spezialisiert.

Als nächstes ist wichtig, wie viele Transaktionen auf dem Geschäftskonto stattfinden werden. Denn auf einem Geschäftskonto kosten die Buchungen meistens Geld. Hier wird auch zwischen beleghaften und beleglosen Buchungen unterschieden.

Was heißt das?

Beleghafte Buchungen sind sehr einfach gesagt alle Vorgänge, welche in Papierform an die Bank übergeben werden und sich ein Mitarbeite damit befassen muss.

• Einreichung von Überweisungsträgern

• Einreichung von Schecks

• Teils auch Bargeldeinzahlungen am Schalter

Beleglose Buchungen sind hingegen alle Bankvorgänge ohne Beleg in Papierform. Die meisten Buchungen entstehen heute in belegloser Form. Kaum jemand nutzt noch Überweisungsträger oder Schecks.

Sollten sie doch noch benutzt werden, dann lässt sich die Bank insbesondere bei Geschäftskunden dies ordentlich und mit teils extrem hohen Gebühren vergolden. Beleglose Buchungen sind hingegen so gut wie immer deutlich billiger.

Typische Beispiele für beleglose Buchungen sind:

• Online Überweisungen

• Online Daueraufträge

• Elektronische Lastschrifteinzüge

• Elektronische Einzüge der monatlichen Abrechnung für Kreditkarten

• Elektronische Gehaltseingänge

• Elektronische Eingänge von Rechnungen

Dann musst du überlegen, ob du ggf. eine EC- oder Kreditkarte zur Ausübung deines Gewerbes benötigtst. Hier fallen für die Karten häufig zusätzliche Kostenan , besonders bei Kreditkarten. Und auch hier gibt es unterschiedliche Preismodelle bei den Banken. Mal kostet die Karte nichts und dafür die Abbuchungen oder umgekehrt. Du musst also immer im Detail schauen, was der jeweilige Anbieter kostet.

Dann steht noch die Frage im Raum, ob du einen persönlichen Kontakt bzw. eine Filiale brauchst. Dies könnte interessant sein, falls du direkt über Kredite oder ähnliches verhandeln willst.

Ein letzter wichtiger Punkt ist, ob du auf bestimmte Schnittstellen zum Steuerberater oder ähnliches angewiesen bist und die Bank von der technischen Infrastruktur zu deinen Bedürfnissen passt. Hier sind die größeren Banken meist schon weiter als ein Start-Up, das grade erst mit seinem neuen Geschäftskonto an den Start gegangen ist.

Kommen wir jetzt mal zu den Beispielen

Das Geschäftskonto solltest du nach deinen Bedürfnissen wählen.

  • Bist du Einzelunternehmer oder Kapitalgesellschaft?
  • Führst du viele kleine oder wenige große Buchungen durch?
  • Führst du einene Großteil deiner Geschäfte mit Bargeld aus?

Zur Wahl deines Geschäftskontos kannst du meinen Online-Rechner bzw. Filter benutzen

Beispiel 1 – Einzelunternehmer:

  • 2000€ monatlicher Geldeingang
  • durchschnittlich 2.500€ Guthaben
  • Zusatzoptionen: EC-Karte
  • 35 beleglose Buchungen im Monat

Hier spuckt uns der Filter N26 und die Fidor Bank als beste Anbieter aus. Beide Anbieter verursachen bei dieser Konfiguration keine Kosten. Weder beleglose und beleghafte Buchungen kosten Geld, noch gibt es eine jährliche Grundgebühr oder Kosten für die Karten.

Doch schaut man sich die Angebot ab dem dritten Platz an , dann sieht man, dass es schnell teuer werden kann. Die Deutsche Skatbank ist noch verhältnisweise günstig, verlangt aber 0,1€ bis 2,00€ pro Buchung und verursacht in unserem Beispiel jährliche Kosten von 47,00€. Der nächste Anbieter kostet dann schon 47,00€ und weiter unten, geht es dann bis zu 210,00€ pro Jahr. Hier kann man also echt sparen, wenn man smart vergleicht. 

Beispiel 2 – GmbH / KGaA / AG

  • 30.000€ monatlicher Geldeingang
  • durchschnittlich 15.000€ Guthaben
  • Zusatzoptionen: EC-Karte, Kreditkarte, nur Filialbanken
  • 300 beleglose Buchungen im Monat
  • 5 beleghafte Buchungen im Monat

Im zweiten Beispiel schauen wir uns die Geschäftskonto-Kosten für eine Kapitalgesellschaft bzw. eine größere Firma an. Als monatlichen Geldeingang bzw. Umsatz wähle 30.000€ was bei einem kleineren Online-Shop auf jeden Fall realistisch ist. Als Guthaben gebe ich 15.000€ an. Die monatlichen Transaktionen belaufen sich auf 300 beleglose und 5 beleghafte im Monat.

Schaut man sich die Ergebnisse an, sieht man, dass die Kosten hier wesentlich höher als für den Einzelunternehmer sind. Hier kostet das Geschäftskonto schon einige hundert Euro im Jahr. Man sollte sich also gut überlegen, ob eine Kapitalgesellschaft für das eigene Gewerbe notwendig ist. Im kreativen Bereich fährt man als Freiberufler oder Personengesellschaft steuerlich oft wesentlich günstiger und entspannter.

Solltest du noch weitere Frage haben, scheuen dich nicht einen Kommentar zu schreiben oder die Talerbox-Community auf Facebook um Rat zu fragen!


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