Dir ist sicherlich schon öfter aufgefallen, dass manche Kunden an der Kasse Ihr Karten nur an das Kartenlese-Gerät halten müssen, um zu bezahlen. Das dahinterliegende Prinzip nennt sich „Kontaktloses Bezahlen“, dass schnelles und einfache Bezahlen ohne Wechselgeld oder PIN-Code ermöglicht. Deshalb möchten wir den heutigen Artikel diesem Thema widmen.

(Video als Blogbeitrag sehen)

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Folgende Fragen sollen geklärt werden:

  • Wie sicher ist kontaktloses Bezahlen?
  • Was sind mögliche Gefahren des kontaktlosen Bezahlens?
  • Wie funktioniert kontaktloses Bezahlen mit der Bankkarte in der Praxis?
  • Wo kann man heute schon mit NFC zahlen und was braucht man dazu?
  • Wie kann man sich vor Diebstahl und Betrug schützen?

Diese und viele Antworten mehr erhältst du im heutigen Artikel.

Wie funktioniert kontaktloses Bezahlen?

 

Der Fachbegriff für kontaktloses bezahlen lautet „NFC“, was für „Near Field Communication“ steht und auf Deutsch „Nahfeldkommunikation“ heißt.

Dieser Name beschreibt bereits sehr genau, wie diese Technik funktioniert. Es ist ein interna­tionaler Über­tragungs­stan­dard zum kontaktlosen Austausch von Daten über kurze Stre­cken per Funk. Zum Bezahlen muss man eine NFC-fähige Giro- oder Kreditkarte oder ein NFC-fähiges Smartphone, welche mit einem NFC-Chip versehen sind, haben. Wird der Betrag auf dem Bezahlterminal angezeigt, muss man seine Karte unmittelbar vor das Bezahlterminal halten.

Aus Sicherheitsgründen funktioniert dies nur über eine sehr kurze Distanz (4cm). Innerhalb weniger Sekunden werden die zum Bezahlen relevanten Daten übertragen: Karten­nummer, Gültig­keits­datum und Betrag. Ein kurzes Piepen oder ein optisches Signal bestätigt die Zahlung. Die wird – wie sonst auch – der Bank des Kunden gemeldet, das Geld wird seinem Konto belastet und dem Händler gutgeschrieben

Für welche Beträge ist das kontaktlose Bezahlen geeignet?

Kleinere Summen bis 25€ können zumeist ohne Geheimzahl oder Unterschrift bezahlt werden. Einige Anbieter haben jedoch Zufallsabfragen oder gehen noch einem bestimmten Muster vor. Bei Beträgen über 25€ muss die Transaktion mal durch Pin oder Unterschrift bestätigt werden.

Nach oben ist das Limit eigentlich nur durch das Kartenlimit begrenzt. Genauere Details erhältst du dann beim deinem jeweiligen Anbieter. Der Parameter sind sich aber bei allen sehr ähnlich.

Woran erkennst du, ob du kontaktlos bezahlen kannst?

Meist trägt die Karte auf der Vorderseite das Symbol für kontaktlose Anwendungen – in der Regel vier aneinander­liegende Bögen, die Funk­wellen darstellen sollen. Diese Funk­tion wird in der Regel akti­viert, wenn Sie Ihre Karte erst­mals in Kontakt mit einem Gerät einsetzen, entweder zum Bezahlen mit Unter­schrift oder Pin oder zum Geld ­abheben am Auto­maten. Die meisten Smartphones besitzen ebenfalls die NFC Technologie.

Doch mobiles bezahlen ist hier noch eher Wunschtraum als Realität. Hier gibt es noch kein einheitliches System und das ganze gleicht einem Flickenteppich. Das macht das ganze sehr komplex und unübersichtlich. Deswegen kann ich hierzu nochmal ein extra Video machen, wenn es Interesse gibt. Wer schon jetzt mobil bezahlen will, sollte vorher prüfen, ob und was genau die Läden in der Nähe mitmachen. Nur dann lohnt sich der Aufwand.

Wo kann man heute schon kontaktlos bezahlen?

„Der Handel stellt massiv seine Zahlungs­terminals auf kontaktlose Technologie um“

Waren es nach Bitkom-Schät­zungen Ende 2015 rund 80 000 Kassen­terminals NFC-fähig, o sind es 2017 laut DK-Statistik schon über 190.000 Terminals. Die meisten stehen bei Tank­stellen, Lebens­mittel­discountern wie Lidl und Aldi, großen Supermärkten wie Rewe und Drogerien wie Ross­mann oder den Händ­lern der Douglas-Gruppe (Thalia, Christ). Zu den Akzeptanz-Partnern zählen derzeit unter anderem deutschlandweite Filialisten wie REWE, PENNY, toom Baumarkt, Lidl, Kaufland, Aldi Süd und Aldi Nord, Norma, dm-drogerie Markt und das Mineralöl-Unternehmen Esso. Viele weitere planen die Einführung.

Chancen & Gefahren vom kontaktlosen Bezahlen

Vorteile für den Nutzer

  • Ein großer Vorteil ist das einfache und schnelle Zahlen. Dranhaltenund fertig. Somit kann gerade in Stoßzeiten viel Zeit gespart werden und wir müssen nicht mehr so lange an der Kasse anstehen.
  • Kein Problem mehr mit Kleingeld, man kann immer passend zahlen
  • Man hat alle Zahlungen im Blick und transparent auf dem Kontoauszug aufgelistet
  • Sicherheitsgewinne: Kein Ausspähen der PIN bei Kleinbeträgen und kein Kopieren des Magnetstreifens mehr möglich

Gefahren für den Nutzer

  • unkontrollierte Ausgaben
  • Diebstahl der Daten
  • Betrug bei Verlust

Nach Ansicht vieler Kritiker und Verbraucherschützer besteht ein großes Risiko darin, dass viele unkontrolliert Geld ausgeben könnten. Bei Bargeld in der Geldbörse können Verbraucher – je nach Gewohnheit – leichter den Überblick behalten. Diebstahl bzw. auslesen der Daten durch Attacken unbefugter Dritter.

Allerdings funktioniert NFC nur aus sehr geringer Distanz, was die Möglichkeit eines Missbrauchs deutlich einschränkt. Dennoch warnen IT-Experten vor den potenziellen Gefahren künftiger Smartphone-Viren.

Doch Selbst wenn Betrüger die Kreditkarten­daten unbe­merkt auslesen können sie damit nur bei Händ­lern im Internet einkaufen, die die vorgeschriebenen Sicher­heits­abfragen, etwa die Prüfziffer oder die zusätzliche Kenn­wort­abfrage (3-D-Secure-Verfahren) nicht einsetzen.

Dennoch besteht etwa bei Verlust oder Diebstahl der Karte oder des Handys die Gefahr, dass Fremde bis zur Sperrung einkaufen gehen können – wenn vielleicht auch nur für kleinere Beträge. Die Gefahr, dass uns jemand Bargeld in dieser Menge klaut oder wir es verlieren ist nicht weniger gering.

Wie kann man sich vor Diebstahl schützen?

Beim Smartphone ist dies nicht so kompliziert, weil man hier die NFC Funktion an und ausschalten kann. Damit kann man verhindern, dass die Daten geklaut werden können. Bei Bankkarten ist dies Leider nicht so einfach möglich.

Schon mit einer simplen App kann man hier die Karten auslesen. Das geht teilweise erschreckend einfach. So genannte NFC oder RFID Schutzhüllen können hier Abhilfe schaffen. Diese sind zumeist mit einer dünnen Aluminiumschicht versehen, welche die Karten abschirmen und ein auslesen verhindern. Solche hüllen findet man ganz einfach auf Amazon. Ich verlinke euch hier mal einen Link zu guten Hüllen.

Die günstigste Variante wäre natürlich Alufolie. Im Verlustfall Karte direkt deaktivieren lassen. Nicht selbst gemacht Buchungen werden dann meistens erstattet.

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