Nie wieder arbeiten und mit 30 in Rente gehen? Sich in jungen Jahren reich sparen und die finanzielle Freiheit genießen zu können? Eine Illusion von Spinnern oder Realität? Für sogenannte Frugalisten soll dies Realität sein. Kritiker behaupten hingegen, dass dies unmöglich sei und man sich dabei „zu Tode“ spart bzw. auf alles verzichten muss. Was steckt dahinter?

Wie erreicht man diese finanzielle Freiheit in jungen Jahren und wie lebt es sich als Frugalist? Muss man sich wirklich alles vom Mund absparen und verzichten? Für wen eigentlich Frugalismus und für wen nicht? Das wollen wir uns im heutigen Video einmal genauer anschauen. 0:38

Mit 67 noch Tag für Tag arbeiten gehen? Für viele passt das nicht mehr in ihr Lebenskonzept. Jeden Tag von 9 bis 18 Uhr im Büro sitzen um mit etwas Glück mit 67 in Rente zu gehen. Nein Danke!

 

(Diesen Beitrag als Video ansehen)

Deine Finanzen in 7 Tagen Geldschnurrbart – https://www.talerbox.com/geldschnurrbart/ *📗
Volle Kontrolle über dein Geld – https://www.talerbox.com/n26-o/ *📲
Erfolgreich investieren? So geht’s – https://youtu.be/N1nxNBknC2s 📈

Frugalisten wollen mehr vom Leben und freibestimmt leben. Zum Frugalismus gibt es unzählige Geschichten im Netz. Sei es von Menschen die grad noch auf dem Weg sind finanziell frei zu werden, wie Florian Wagner von geldschnurrbart.de, der mit Anfang 30 bereits ein Vermögen von 132.000€ angespart hatte und eine Sparquote von insgesamt 61% hat. Ein weiteres Beispiel ist Oliver Noelting, der als das deutsche Gesicht der Frugalisten gilt und bis zum Alter von 40 Jahren durch passives Einkommen die finanzielle Freiheit erreichen will – und das mit nur 2000€ netto im Monat.

Eine weitere Ikone der Szene ist „Mr. Money Moustache“ der bereits mit 30 die finanzielle Freiheit erreicht hat.  Dies schaffter er innerhalb von nur 9 Jahren mit einem Startgehalt von nur 41.000 US-Dollar.

Doch wie bitte soll das funktionieren, in so jungen Jahren bereits finanziell frei zu sein und sozusagen in Rente zu gehen, während sich das offizielle Rentenalter immer weiter in Richtung 70 verschiebt. Um das zu erfahren, müssen wir einmal von ganz vorne beginnen und zunächst einmal erfragen: Was ist Frugalismus eigentlich genau? Und woher kommt diese Frugalisten-Bewegung?

 

Die Anfänge der Frugalisten-Bewegung liegen in den USA

 

 

Dafür steht Frugalismus.

 

Die Anfänge der Frugalisten-Bewegung sind eine Folge der letzten Finanzkrise. In den USA wird die Frugalisten-Bewegung auch „FIRE“ genannt. Dies steht für:

 

  • Financially
  • Independent
  • Retire
  • Early

 

Das Ziel des Frugalismus ist es, bereits in jungen Jahren die finanziellen Möglichkeiten zu haben, um theoretisch in Rente zu gehen. Die Namensgebung kommt vom englischen Wort Frugal was so viel bedeutet wie „bescheiden, sparam, einfach“ oder auch „nicht üppig“. Die genaue Definition kann jedoch unterschiedlich ausgelegt werden. Allen Frugalisten gemeinsam sind jedoch die selben Ziele:

 

  • eine möglichst hohe Sparrate zu haben
  • das Gesparte zu investieren
  • ein passives Einkommen aufzubauen

 

Es ist also nicht das unbedingt das Ziel, schnell in Rente gehen zu wollen und dann einfach zu faulenzen, sondern es geht vielmehr darum, die finanzielle Unabhängigkeit zu erreichen um das zu machen, was man machen möchte und vom eigenen Vermögen leben zu können. Also als Arbeitnehmer nicht mehr abhängig vom Chef oder als Selbständig abhängig vom Kunden zu sein – die absolute Freiheit also. Dadurch erhoffen sich Frugalisten mehr Freiheit zu haben und bewusster Leben zu können und ultimative Freude am Leben zu haben.

 

Kyosaki würde das Ganze wahrscheinlich so beschreiben: Die Frugalisten wollen vom Arbeitnehmer bzw. Selbständigen-Quadranten in den Investor-Quadranten wechseln.

 

Jetzt könnte man fragen:

 

Sind die Frugalisten die Veganer der Finanzszene? Frugalismus ist weniger eine Art des Sparens sondern eine Lebenseinstellung. Wie Veganer für ihre Lebensweise Tierschutz oder Klimaschutz als Gründe nennen, sind auch die Frugalisten eine Bewgung die bewusst spart und investiert. Diese Bewegung schafft gleichzeitig eine Gemeinsamkeit unter Gleichgesinnten und auf der anderen Seiten eine Abgrenzung gegenüber anderen. Aus diesem Grund gibt es auch zwei gespaltene Lager. Zum einen, die das Ganze befürworten sowie auf der anderen Seite die Kritiker.

 

Vielleicht nicht der Urvater der Bewegung, aber eine tragende Rolle im Frugalismus spielt der bereits erwähnte Blogger „Mr. Money Moustache“. Er hat diesen Trend nicht erfunden, aber sicherlich verstärkt. Sein Motto war „Do not start a blog but a culture“. Starte also keinen neuen Blog, sondern eine neue Kultur. Der Frugalismus ist also eine Art Kultur geworden.

 

Die Leitsätze dieser Kultur: bewusst investieren, auf unnötigen Konsum verzichten, sich selber um die eigenen Finanzen kümmern, das eigene Geld zu investieren und daraus mehr zu machen.

 

 

Frugalisten wollen in den Investor-Quadranten gelangen.

 

Ohne Zweifel gab es auch bevor der Frugalismus „erfunden“ wurde Menschen, die sparsam gelebt haben und ihr Geld clever investierten. Das Thema sparen und investieren ist also keine Idee der Frugalisten.

Doch wie wird man jetzt selber zum Frugalisten? Wie sieht der Frugalisten-Alltag aus? Und wann ist man überhaupt finanziell frei.

 

Stufe 1 – die Sparquote

 

Während meiner Recherchen bin ich auf verschiedene Frugalismus-Ansätze gestoßen. Doch alle Frugalisten haben eins gemeinsam: Das sie bewusst konsumieren und Geld sparen. Das Ziel ist also eine möglichst hohe Sparrate,. Die gängisten Sparpotenziale finden sich meistens beim Essen, Transport, Urlaub oder wohnen. Hier mal ein paar kurze Beispiele (auf die Kritikpunkte gehe ich danach ein).

Beim Essen:

Anstatt zum Beispiel jeden Tag essen zu gehen oder teure Fertiggerichte zu kaufen, wird sich bewusst ernährt. Also selbst kochen udn dadurch sparen.

Transport

Auf dem Weg zur Arbeit, Einkaufen oder Sport nach Möglichkeit das Fahrrad oder öffentliche Verkehrsmittel nutzen, anstatt das teure Auto zu nehmen.

Urlaub & Reisen

Anstatt teure Reisen oder Paulschalurlaube zu buchen, heißt es entweder Urlaub vor Ort oder in Länder zu reisen, die relativ günstig sind. Auf jeden Fall sollte man keinen Kredit aufnehmen, um eine (Vergnügungs-)Reise zu bezahlen.

 

Wohnen

Inzwischen wahrscheinlich relativ schwierig geworden, auch wenn nicht unmöglich. Möbel und lieber gebraucht kaufen, zum Beispiel auf Ebay-Kleinanzeigen oder ähnlichen Portalen. (5:31)

Festhalten lässt sich beim Frugalismus also, dass das Konsumverhalten kritisch hinterfragt wird.

Kaufentscheidungen werden nicht aus dem Impuls getroffen sondern erfolgen wohlüberlegt. Eingehalten wird dies zum Beispiel durch bestimmte Regeln, die sich Frugalisten selber setzen.

Ein Beispiel ist die „Drei Tages Regel“ die folgendes besagt.

 

Die 3 Tages Regel 

Die 3-Tages-Regel besagt, dass man das was man haben möchte, nicht direkt kauft, sondern immer jeweils 3 Tage wartet, bevor man es kauft. Nach 3-Tagen stellt man sich dann die Frage: „Brauche ich das wirklich?“.

Stufe 2 – gespartes Geld investieren

 

Im zweiten Schritt des Frugalismus geht es darum, das gesparte Geld intelligent zu investieren, um  mehr Geld dadurch zu verdienen und ein möglichst passives Einkommen aufzubauen. Die Frage ist jetzt: Wo und wie investierne Frugalisten?

Das Geld wird meistens an der Börse in Form von Aktien und noch häufiger ETFs investiert, aber auch in Immobilien investiert. Wie das Ganze funktiuoniert und wie man bereits ab 25€ monatlich erfolgreich an der Börse investieren kann, kannst du in diesem Beitrag erfahren (Link zu Artikel). (6:12)

 

Stufe 3 – in Rente gehen bzw. wie viel Geld braucht man dafür?

 

 

Hierfür gibt es einen Online-Rechner auf frugalisten.de mit dem man sehen kann, ab wann man in Rente gehen kann. Um den Rechner zu verstehen muss einem allerdings bewusst sein, dass hier einige Annahmen getroffen bzw vorausgesetzt werden. Zum Beispiel einmal die „Entnahmerate“. Die jährliche Entnahme sollte natürlich kleiner als die jährlich erzielte Rendite sein. Ansonsten ist klar dass man sehr schnell pleite geht. Eine weitere Annahme des Rechners ist auch, dass die Ausgaben über die Zeit konstant bleiben, sogar während der „Rentenphase“, was ziemlich schwierig sein sollte. Einkommen und Rendite sind hier „nach Steuern“ angegeben, also in Nettobeträgen angegeben. Ebenso wurden die Geldbeträge um die Inflation bereinigt. Insgesamt basiert der Rechner jedoch nur auf statistischen Werten und es ist schwierig, den eigenen Finanzbedarf genau zu berechnen.

 

Mit den im Rechner gezeigte Werten könnte man innerhalb von 12,4 Jahren in Rente gehen. Bentötigt wird dafür aber eine Sparquote von 60% bei einem Netto-Jahreseinkommen von 30.000€. Also durchaus kein leichtes Unterfangen. Vorausgesetzt wird dabei auf eine konstante Rendite von 6% im Jahr, die auch nicht immer garantiert werden kann.

 

Doch wie viel Geld braucht man jetzt, um finanziell frei zu sein?

 

 

Die kurze Antwort darauf ist, dass man das 25-fache seines jährlichen Ausgaben ansparen sollte. Man sieht also, dass der Rechner noch einige Ecken und Kanten hat und wohl nicht perfekt ist. Trotzdem ist er eine schöne Grundlage um ausrechnen zu können, in welchen Bereichen man sich denn selbst so bewegt. Schreibt doch gerne in die Kommentare, ab wann ihr in Rente gehen könntet.

 

Schauen wir uns jetzt noch einmal an, welche Pro-Argumente und welche Kritikpunkte es am Frugalismus gibt.

 

Frugalismus – Intelligente Philosophie oder Weg in die Unzufriedenheit? 

Argumente der Frugalismus Befürworter

 

  • Bewusster Konsumieren durch Regeln – dies heißt nicht, dass man im Winter die Heizung aus lassen soll, sondern große, unnötige Anschaffungen zu verhindern
  • Kostenmanagement – Pluspunkt zwei des Frugalismus ist, dass man sich fixen und variablen Kosten Gedanken zu machen um diese zu analysieren, Dadurch lernt man den Umgang mit Geld und dieses zu managen
  • Eigene Sparquote – die Sparquote von 50% ist vielen ein Dorn im Auge. Diese ist jedoch nicht in Stein gemeißelt, sondern jeder muss selbst die persönliche passende Sparquote finden. Die Sparquote lässt sich je nach Lebensumständen und finanzieller Situation auch anpassen. Jeder kann also seinen ganz persönlichen Frugalismus leben und ihn individualisieren.
  • Eigenständig anlegen – Der letzte Pluspunkt beim Frugalismus ist, dass man lernt, dass eigene Geld selber anzulegen. Man muss sich also nicht mehr auf die Meinung von Beratern verlassen, sondern kann selbst fundierte finanzielle Entscheidungen treffen. Ich sage gerne „der beste Anlageberater für die eigenen Finanzen ist man selbst“.

Doch schauen wir uns mal die Argumente der Frugalismus-Gegner an.

Argumente der Frugalismus Kritiker

 

  1. Nur für Topverdiener – Kritiker sagen über den Frugalismus, dass dieser nur für alleinstehende Topverdiener ist. Zum Beispiel Ingenieure oder Programmierer. Durch ihr hohes Gehalt können sie sich leisten, mehr als 50% ihres Nettoeinkommens zu sparen. Für den Geringerverdiener sei dieses Konzept nicht umsetzbar, argumentieren die Gegner.
  2. Extreme Sparsamkeit – Kritikpunkt Nummer zwei ist, dass man sich um den Frugalismus zu leben, alles vom Mund absparen und den kompletten Verzicht (auch auf Spa?) leben muss. Zum Beispiel im Winter die Heizung auszulassen. Für die Kritiker ist der Frugalismus einfach eine Art von Selbstgeißelung.
  3. Nur für Stadtmenschen – Laut der Kritikern ist der Frugalismus nur für Stadtmenschen geeignet, die bequem mit dem Fahrrad, den öffentlichen Verkehrsmitteln oder gar zu Fuss zur Arbeit fahren können. Auf dem Lande sei dies nicht so leicht möglich, auf das eigene Auto zu verzichten und täglich 40km mit dem Fahrrad zur Arbeit zu radeln.
  4. Extremes Risiko – Laut den Kritikern ist der Frugalismus mit erheblichen Risiken verbunden, weil das benötigte Kapital bis zum Rentenantritt auf vielen Annahmen beruht welche nicht sicher bzw. sehr variabel sind. Einer dieser Faktoren ist die Inflation, die zum Beispiel nicht hunderprozentig voraussagbar ist. Dies macht es sehr schwer, genau zu planen, um das eigene Rentenziel zu erreichen. Außerdem kann es an den Börsen auch immer zu einem Einbruch kommen, während dessen man sich trotzdem weiter finanzieren muss. In einer Niedigzinsphase kann das Ganze schön schwer finden.

Fazit:

 

Ist der Frugalismus jetzt der heilige Gral oder eine Gefahr? Am Ende liegt die Antwort wohl mal wieder irgendwo dazwischen. Nicht jeder wird mit 40 in Rente gehen können bzw. will das auch gar nicht. Geringverdiener können sich außerdem nicht so hohe Sparraten leisten und brauchen dementsprechend länger. Ideal ist der Frugalismus jedoch für den Übergang aus dem Studium oder Ausbildung. Denn grade Berufseinsteiger erfahren oft hohe Gehaltssprünge und haben sich zeitgleich noch nicht so an das hohe Gehalt gewöhnt bzw. ihr Lebensstandard ist geringer. Zeitgleich gibt es auch seltener familäre Verpflichtungen wie Kinder.

 

Halten wir fest:

 

Frugalismus ist sicherlich kein Lebensstil für alle Menschen und wäre wohl auch nicht so umsetzbar. Viel wichtiger ist jedoch die Grundidee dahinter. Sich bewusst zu sein, für was und wie viel man sein Geld ausgibt. Man muss selber aktiv werden und sich mit dem Thema Geld beschäftigen. Zudem regt der Frugalismus dazu an, Konsum auf Pump zu vermeiden, wodurch man sehr schnell ins Hamsterrad gelangen könnte.

 

Man muss also nicht unbedingt eine Sparrate von 70% haben und mit 40 schon in Rente gehen. Den meisten bringt es schon viel, nur die guten Angewohnheiten des Frugalismus zu übernehmen – also über Ausgaben und Investitionen bewusst nachzudenken. So kann man auch ohne den Frugalismus hundertprozentig zu leben sein Vermögen effektiv bzw. schneller als andere aufbauen.


Vergiss
 auch nicht, den Youtube-Channel zu abonnieren, wenn du auf dem Laufenden bleiben willst. Bei Fragen kannst du dich gerne jederzeit an die Talerbox-Community wenden.


Top-Depots

  Hier kannst du kostenlos Aktien, ETFs und Fonds kaufen

Consorsbank

Kostenlos eröffnen

comdirect

Kostenlos eröffnen

DKB-Broker

Kostenlos eröffnen

Flatex

Kostenlos eröffnen

OnVista

                         Kostenlos eröffnen

SBroker

Kostenlos eröffnen

 Meine Depots für kostenlose ETF Sparpläne:

 WIE ICH INVESTIERE ?

Schritt-für-Schritt Guide, um erfolgreich an der Börse zu investieren
 https://www.talerbox.com/video-o/

 WO ICH INVESTIERE ?

✅ Top Renditen mit Krediten sichern? https://www.talerbox.com/mintos-o/
✅ Alternative zum niedrigen Tagesgeld https://www.talerbox.com/zinspilot/

✅ P2P-KREDITE – Attraktive Renditen mit Krediten 

✅ TOP-KREDITKARTEN

Nützliche Steuer Tools 

Ist es auch dein Ziel ein Vermögen aufzubauen?

Dann lerne jetzt den effizienten Weg kennen, wie du erfolgreich an der Börse investieren kannst.

Du hast es fast geschafft ... Noch ein Klick und du bekommst Video 1 direkt zu zugeschickt. Prüfe bitte dein Emails für mehr Informationen.

%d Bloggern gefällt das: