Smartbroker – meine Erfahrungen mit dem Depot des Neobrokers 5/5 (1)

Ein Discount Broker mit breitem Angebot? Der Broker der Finanz Community Plattform Wallstreet:online bietet den Handel mit Aktien, ETFs, Zertifikaten etc. zu Discount-Preisen an. In meinem Erfahrungsbericht zeige ich dir, was das Brokerangebot von Smartbroker taugt.

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  • Das gefällt mir am besten
    • Alle deutschen Handelsplätze und große Auswahl an ausländischen Handelsplätzen
    •  Geringe Ordergebühren bei deutschen Handelsplätzen
    •  Wertpapierkredit für Kunden mit größere Risiko Affinität zu günstigen 2,25% p.a. möglich
    •  Große Auswahl an ETF Sparplänen mit geringer oder keiner Gebühr
  • Das gefällt mir nicht
    • Negativzinsen bei hoher Cashquote auf dem Verrechnungskonto
    • Hohe Ordergebühren bei ausländischen Handelsplätzen
    • Geringe Auswahl von Aktiensparplänen
    • Kein Bruchstücke Kauf bei Aktiensparplänen
  • Welche Probleme löse ich mit dem Produkt?
    • Mit dem Smartbroker ist der Handel an den Heimatbörsen vieler Aktien möglich.

Jetzt Smartbroker Depot eröffnen.*

Was ist Smartbroker?

Smartbroker* ist das Broker Angebot der Finanznachrichten Plattform Wallstreet:online, der im Dezember 2019 gelauncht wurde.

Der Sitz des Unternehmens ist in Berlin. Ähnlich wie die Neo Broker Trade Republic und Scalable Capital, hat auch Smartbroker selbst keine Banklizenz. Deshalb arbeitet auch Smartbroker im Hintergrund mit einer Partnerbank zusammen. Bei Smartbroker ist es die DAB BNP Paribas, eine deutsche Niederlassung der französischen BNP Paribas.

Ist Smartbroker sicher?

Deine Einlagen werden von der Partnerbank DAB BNP Paribas verwaltet. 

Die DAB BNP Paribas besitzt eine Banklizenz. Deine Einlagen sind somit bis 100.000€ abgesichert. Zudem ist die DAB BNP Paribas Mitglied im freiwilligen Einlagensicherfonds des Bundesverbandes deutsche Banken.

Deine Wertpapiere bei Smartbroker sind also genauso sicher wie bei jedem anderen deutschen Broker auch.

Ist Smartbroker seriös?

Smartbroker* ist ein Produkt der wallstreet:online Capital AG mit Sitz in Berlin, die u.a. die Seiten wallstreet online, ariva, Finanznachrichten.de und börsennews.de betreiben.

Die Firmierung als AG verpflichtet zur regelmäßiger Offenlegung wirtschaftlicher Kennzahlen und der Einhaltung von Meldepflichten. 

Zudem wird die wallstreet:online Capital AG von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) überwacht. 

Der Smarbroker ist als seriös einzustufen.

Wie funktioniert Smartbroker?

Im Gegensatz zu vielen anderen Neobrokern ist Smartbroker nicht exklusiv an einem oder zwei Handelsplätze gebunden. 

Smartbroker bietet den Zugang zu allen verfügbaren Handelsplätzen in Deutschland und darüber hinaus zu 26 ausländischen Handelsplätzen. Das Angebot wurde zudem seit dem Start im Dezember 2019 weiter ausgebaut.

Auch der Handel über zahlreiche außerbörsliche Handelsplätze ist möglich. 

Das macht für viele Wertpapiere den Kauf an der Heimatbörse möglich, die bei exotischen Papieren oftmals die einzige Listung darstellt und bei Wertpapieren zudem meist eine höhere Liquidität als bei Zweitlistings an anderen Börsen bietet. Dadurch notiert die Aktie meist zu einem besseren Kurs an der Heimatbörse.

Smartbroker* ermöglicht den Handel einer breiten Palette von Produkten aus Aktien, Anleihen, ETFS, Fonds, Optionsscheine und Zertifikaten. Optionen und CFD Handel ist nicht möglich.

Auch die Ausführung von ETF, Fonds und Aktiensparplänen ist möglich. 

Die Auswahl der Aktiensparpläne ist jedoch auf lediglich 102 sparplanfähige Aktien beschränkt und erst ab 125€ je Ausführung möglich. Bruchstücke können nicht erworben werden. Das dürfte den Erwerb von Aktien über Sparpläne für die allermeisten uninteressant machen, da z.b. eine Amazon Aktien bei mehreren tausend Euro pro Aktie notiert.

Bei den ETF Sparplänen kann derzeit aus einer Palette von ca. 600 ETFs der gängigen Anbieter wie bspw. ishares, Vanguard, Xtrackers etc. ausgewählt werden. 270 davon sind für einen begrenzten Zeitraum kostenfrei. ETF Sparpläne sind ab 25€ pro Ausführung möglich zu monatlichen, zweimonatlichen, vierteljährlichen oder halbjährlichen Intervallen. Ausgeführt werden kann am Anfang des Monats oder zur Mitte des jeweiligen Monats.

Die Sparpläne lassen sich zudem auch per Lastschrift von einem externen Konto abbuchen, was die Handhabung vereinfacht, da auf die Einrichtung von Daueraufträgen von externen Konten verzichtet werden kann. 

Ebenfalls interessant für viele Anleger ist, dass sich beim Smartbroker Gemeinschaft-, Junior- und Firmen Depots beantragen lassen. Leider ist dies nicht sofort ersichtlich auf der Homepage und muss über den Kontakt mit dem Kundenservice angefragt werden.

Die Konditionen von Smartbroker?

Die Depotführung ist bei Smartbroker grundsätzlich kostenlos. Jedoch berechnet Smartbroker ein Verwahrentgeld bzw. Negativzinsen in Höhe von 0,5% p.a., wenn die durchschnittliche Cashquote des Depots über 15% liegt. Das Verwahrentgeld fällt aber nur auf den Teil der Cashquote an, die über den 15% liegt.

Ein Beispiel zur Verdeutlichung: liegt das Depotvolumen bei 100.000€, liegt die Grenze der Cashquote bei 15.000€. Wird nun durchschnittlich 30.000€ auf dem Verrechnungskonto gelagert, fallen auf die übrigen 15.000€ die Negativzinsen an (30.000€ – 15.000€ = 15.000€). 

Die durchschnittliche Cashquote berechnet sich anhand des Durchschnitts der letzten 3 Monate. Zudem wird Geld, dass frisch auf dem Verrechnungskonto überwiesen wird, in den ersten 3 Monaten für die Berechnung nicht berücksichtigt.

Bei Währungskonten in einigen Fremdwährungen erhöht sich der Negativzins auf 0,75%.

Ab einem Ordervolumen von 500€ ist der Handel über die Gettex Börse München kostenlos. Bei Lang & Schwarz, dem Börsenpartner von Trade Republic, kostet der Handel über Smartbroker, bei einem Ordervolumen ab 500€, 1€. Bei Ordervolumen unter 500€, sowie an allen anderen deutschen Handelsplätzen werden pro Trade 4€ berechnet. Der Handel über ausländische Börsenplätze ist mit ca. 30-50€ je nach Handelsplatz deutlich teurer und lohnt sich deshalb nur für dich, wenn du mehrere tausend Euro pro Trade investierst.

Die Ordergebühren für Aktiensparpläne und ETF Sparpläne, die nicht in das kostenlose Aktionsspektrum fallen, betragen 0,20% bzw. mindestens 80 Cent pro Ausführung.

Als eine der wenigen deutschen Brokern hast du beim Smartbroker zudem die Möglichkeit einen Wertpapierkredit zu guten Konditionen von 2,25% p.a. zu beantragen. Das Mindestkreditvolumen beträgt 5.000€ und lässt sich in 2.500€ Schritten erhöhen. Zur Mindestdepotgröße und Beleihungsgrenzen werden keine Angaben von Smartbroker gemacht. Hier wird vermutlich eine Einzelfallprüfung durchgeführt.

Eröffnung

Die Eröffnung eine Depots bei Smartbroker* ist leider noch etwas altmodisch gestaltet. Es gibt keine App und die Anmeldung bzw. Nutzung ist ausschließlich über das Webinterface möglich.

Über das Webinterface werden neben den persönlichen Daten zunächst auch die Steuer ID und dein Kenntnisstand mit dem Wertpapierhandel abgefragt. Diese Informationen lassen sich bei der Konkurrenz oft nachträglich pflegen.

Zudem ist die Verifizierung der persönlichen Daten nur per PostIdent Verfahren möglich und die Zusendung sämtlicher Unterlagen erfolgt nach der Eröffnung ebenfalls per Post. 

Insgesamt ist das ganze Webinterface nicht sehr modern gestaltet. Es ist jedoch funktional und erfüllt seinen Zweck. 

Wie verdient Smartbroker Geld?

Wie bei vielen Brokern, so gibt es auch bei Smartbroker mehrere Wege über die Geld erwirtschaftet wird.

Zum einen verdient Smartbroker über die Handelsgebühren Geld. Also bei jeder Orderausführung von Sparplänen die nicht im kostenlosen Angebot sind oder von einzelnen Trades an nicht kostenfreien Börsen bzw. Ordervolumen unter 500€.

Der andere Weg sind Kick-Back Provisionen durch die Handelsplätze mit denen Smartbroker zusammenarbeitet. Hier erhält Smartbroker eine Provision für die Ausführung ihrer Kundenaufträge an den jeweiligen Handelsplätzen.

Das Angebot von Zertifikaten und Optionsscheinen, sowie die Zinsen des Wertpapierkredites sind weitere Einnahmequellen von Smartbroker.

Fazit

Der Smartbroker* bietet dir eine Kombination aus möglichst breiter Produktpalette und Handelsplätzen, zu möglichst geringen Preisen.

Auch wenn wir dir nicht empfehlen jemals einen Wertpapierkredit aufzunehmen, ist der Smartbroker zudem einer der wenigen Broker in Deutschland, der diese Option anbietet und das zu verhältnismäßig niedrigen 2,25% pro Jahr.

Der Smartbroker lohnt sich weniger für dich, wenn du Einzelaktien über Sparpläne besparen möchtest, da keine Bruchstücke angeboten werden und die Auswahl an Sparplanfähigen Aktien sehr eingeschränkt ist.

Zudem solltest du wenig Wert auf eine moderne Handhabung legen, da es keine App gibt und das gesamte Interface des Smartbrokers sehr veraltet wirkt. Trotz das er erst im Dezember 2019 gestartet ist. 

An einer App Lösung wird aber mit Hochdruck nach Angaben von Smartbroker gearbeitet.

Wenn dich das nicht abschreckt, erhältst Du mit dem Smartbroker einen funktionalen Broker, mit breiter Produktpalette zu Discount-Preisen. 

Wenn du also auf der Suche nach einem Broker bist, der dich möglichst wenig in deinen Handelsoptionen einschränkt, also einen guten Allrounder suchst, solltest du dir den Smartbroker mal näher anschauen.

Häufig gestellte Fragen

Können die Negativzinsen bei Smartbroker umgangen werden?

Ja. Wer vorausschauend sein Geld bei Smartbroker verwaltet und größere Summen auf anderen Bankkonten „parkt“, kann die Negativzinsen umgehen.

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