Schnell reich werden durch Crowdinvesting? Davon träumen viele. Man investiert ein paar Euro in das nächste Facebook oder Google-Startup, welches enorm wächst, dann an die Börse geht, und einen dadurch steinreich macht. So malen es sich viele in ihren Tagträumen aus.

Die Realität sieht aber etwas anders aus, wie auch ich feststellen musste.
Deshalb heute eine Erklärung, weshalb ich nicht mehr in Crowdfunding/Crowdinvesting investiere und was du daraus lernen kannst, um dir teure Verluste und viel Ärger zu sparen.

(Diesen Beitrag als Video ansehen)

Meine Geschichte

 

 

Schon vor einigen Jahren habe ich in einige Startups und in Crowdinvesting investiert. Natürlich zum einen mit der Hoffnung, einiges an Cash zu machen, aber ebenfalls, um einen Plan davon zu bekommen, wie man erfolgreich in Startups investieren kann, auf was ich achten muss und wie die Profis vorgehen. Ich habe das Ganze ein wenig wie ein MBA Programm gesehen, um in Startups zu investieren.

Ich habe für mich selbst ausgemacht, dass ich das Geld aktuell nicht brauche, es in Risikokapital setzen und dabei auch in jungen Jahren noch einige Fehler machen kann, die dann möglichst nicht allzu teuer für mich sind. Ich hatte auch schon etwas Basiswissen durch einen Unikurs in Private Equity, außerdem einige Bücher zum Thema gelesen, aber die Praxis war mir noch sehr fern. Also habe ich eine Strategie entwickelt und angefangen, in verschiedene Startups zu investieren. So habe ich zum Beispiel in folgende Startups investiert…

 

Meine Investments

 

 

Cloud & Heat versorgt die Immobilie mit Heizenergie und Warmwasser durch die Nutzung von Serverabwärme und baut somit gleichzeitig eine dezentrale, grüne Cloudlösung.
Ein weiteres Startup war zum Beispiel LEDORA, welche innovative und hocheffiziente LEDs in Deutschland herstellen. Gerade im Hinblick auf eine nachhaltige Zukunft fand ich das Ganze sehr interessant.

Außerdem noch Secucloud, welches Sicherheitslösungen für Privathaushalte und kleine Unternehmen auf Konzernniveau bietet, also IT-Security einfach und günstig.

Es waren noch einige mehr, ich kann aber nicht alle erwähnen, weil ich zu noch zu einem Startup etwas sagen möchte, bei dem der Deal noch nicht durch ist und wo sich die Probleme gut zeigen.

Und für alle die es interessiert: Nein, ich habe noch keine Millionen irgendwo gemacht, aber ich habe auch noch keinen Totalverlust erlitten. Doch hier drückt der Schuh, denn es zeichnet sich eine gewisse Struktur in diesen Crowdinvesting-Startups ab, die ich jetzt näher erläutern möchte:

 

Das Problem

 

 

Das Problem eines konkreten Startups bestand darin, dass einer der Mitgesellschafter aus dem Startup ausgeschieden ist. Außerdem waren die Ziele des Businessplans nicht mehr ganz umsetzbar. Dennoch hatte das Unternehmen noch sehr viele aktive Nutzer und die restlichen Gesellschafter wollten weitermachen.

Nun gab es jetzt einen “guten Engel Startup-Investor”, der das Ganze “retten” wollte. Doch das Angebot war unverschämt niedrig und lag weit unter dem aktuellen Wert des Startups.

Wie gesagt: Es gab noch sehr viele aktive User. Also hätte der Investor durch normale Werbung sehr viel Geld ausgeben müssen, um diese ganzen Kunden zu bekommen. Es war also zu befürchten oder ist zu befürchten, dass die Gegenpartei das Startup unter Marktwert kauft und dann aus den Kunden einen großen Profit schlägt beziehungsweise die Kunden melkt.

Einige aus der Crowd waren auch der Meinung, dass dahinter ein bestimmtes vorhaben steckt, also das Startup gegen die Wand zu fahren, die Assets einzusammeln und gleichzeitig die Crowd so entsorgen zu können, welche nur ein nachrangiges Darlehen geben.

Diese oder ähnliche Modelle hab ich jetzt schon häufiger bei Crowdinvesting-Modellen festgestellt. Zum Beispiel, dass eine neue Gesellschaft, wo das Ganze umgefirmt wird, gegründet und die alte Hülle mit der Crowd zurückgelassen wird.

Oder es wird so investiert, dass die Anteile der Altinvestoren sehr stark verwässert werden, weil man hier spezielle Methoden anwendet. Dazu gibt es verschiedene bekannte Ansätze.

Ebenfalls kann das Verlassen eines Gesellschafters dazu führen, dass das Startup komplett zusammenbricht. Das kann tatsächlich immer vorkommen und ist mir schon häufiger widerfahren.
Die Profis sehen die Crowd eher als Übel und versuchen, sie irgendwie loszuwerden. Es gibt natürlich aber auch andere Beispiele:

Weiteres Negativbeispiel

 

 

Ein Bekannter von mir besaß ein erfolgreiches Immobilienunternehmen, welches an einer Anschlussfinanzierung scheiterte, weil diese genau in die Finanzkrise fiel und er kein Geld bekam. Die Altinvestoren wollten die Firma also irgendwie loswerden, die Gründer wollten jedoch weitermachen.

“Glücklicherweise” fanden sie einen Käufer und konnten das Ganze mit Profit kaufen, doch die eigentlichen Gründer gingen am Ende leer aus, denn die ursprünglichen Investoren hatten ein kleines Hintertürchen in den Vertrag eingebaut. Nämlich die „first liquidation order“, also dass sie zuerst alles verkaufen dürfen bzw. ihre Gewinne einstreichen und der Rest bleibt für die Gründer übrig. Es war also auch nicht der erhoffte Millionen-Exit.

Man sieht also, dass es trotz des Erfolgs gar nicht so einfach ist, ein Stück vom Kuchen abzubekommen. Man spielt hier nämlich gegen die Top-Auswahl der Champions League, die VCs. Diese lassen sich nicht gerne die Butter vom Brot nehmen. Das Problem beim Crowdinvesting ist also, dass die Crowd oft als dumm verkauft wird und man versucht, sie irgendwie rausdrücken.

Klar, ein bisschen Geld per Crowd einzusammeln ist schöne PR für das Unternehmen, aber am Ende sieht man sie nur Equity-Last.
Und die Statistiken sehen auch nicht gerade gut aus, wenn man sich mal den Crowdinvesting-Erfolgsmonitor von crowdfunding.de anschaut:

 

 

Dort sieht man zum Beispiel, dass bei Startups fast 10% bis zum 31. 8. 2016 pleite gegangen waren. Inzwischen sind es wahrscheinlich schon einige mehr. Klar, Verluste bei den Startups sind immer sehr hoch bzw besitzen zumindest eine hohe Wahrscheinlichkeit, bei einem richtig guten Exit macht man aber auch mal das 10 oder hundertfache, doch das ist mir bei diesen Crowdfundingkampagnen noch nicht bekannt.

Oft bekommt man das Doppelte angeboten, wenn überhaupt, teilweise spricht man von zweistelligen Renditen oder verspricht eine Bonuszahlung von 1%, aber damit kann man natürlich langfristig nicht so hohe Verlustraten ausgleichen. Teilweise spricht man ja davon, dass 9 von 10 Startups fehlschlagen.

Die Auszahlungen sind also viel zu niedrig, um die Verluste tragen zu können. Dazu braucht es auch keine komplexe Mathematik.

Es gibt einfach Produkte, die mit deutlich geringerem Risiko profitabler sind, zum Beispiel schaffen P2P Kredite auch zweistellige Renditen pro Jahr und haben ein deutlich geringes Risiko. Ein weiteres problematisches Feld ist natürlich dieses partiarische Nachrangdarlehen:

 

Partiarisches Nachrangdarlehen

 

 

Dieses rechtliche Konstrukt halte ich für etwas schwierig. Aber was ist das überhaupt?

 

Es ist eine Form der Beteiligungsfinanzierung in Gestaltung eines Darlehens.

 

Als Entgelt für die Überlastung des Darlehens wird ein Anteil vom Gewinn oder Umsatz des Unternehmens versprochen bzw. vereinbart. In der Praxis fühlt sich das eher wie ein Kredit an, bei dem man kein Mitbestimmungsrecht hat. Man hat das Gefühl, man steht bei der Essensausgabe hinten an, die Großen nehmen sich zuerst und die Crowd bekommt das, was übrig bleibt, wenn überhaupt etwas übrig bleibt.

 

Jetzt aber nochmal alle Punkte, warum ich aktuell wirklich nicht mehr in Crowdfunding investiere:

 

Einmal sind das begrenzte Ideen. Ich habe das Gefühl, dass gute Ideen schon von großen Investoren abgefischt werden bzw dass das Crowdfunding nur als Marketingvehikel genutzt wird. Das Problem ist, dass bestimmte Startups, die wirklich Forschung brauchen, ein extrem hohes Kapital brauchen, welches eine Crowd wahrscheinlich nicht geben kann. Ansonsten gefallen mir die Modelle auch nicht alle bzw es gibt auch viel Müll wie irgendwelche Monatsabo-Lieferboxen.

Der rechtliche Rahmen, ich habe es ja eben schon angesprochen: als kleiner Teil von großen Finanzierungen, hat die Crowd einfach kein Mitspracherecht.

Der nächste Punkt ist das Nachrangdarlehen. Diese Form sehe ich sehr kritisch, weil es sich eigentlich nur wie ein Kredit anfühlt, bei dem man in zweiter Reihe steht und so gut wie nichts zurückbekommt. Die Gesetze stören mich auch noch zum Teil. Klar hat man versucht, diesen Nachrangdarlehen zu verbessern, aber ich finde es immer noch sehr schwach und Betrüger, gerade im ICO-Bereich können hier noch sehr viel machen.

Gerade von Crowdfunding müsste man versuchen, mehr Regeln reinzubekommen. Der größte und schlimmste Punkt ist für mich das schlechte Chance-Risiko-Verhältnis, was natürlich in keinem Verhältnis steht.
Was müsste sich insgesamt ändern?

Definitiv müsste man verändern, dass man die Crowd gefühlt so einfach rausdrücken kann, auch wenn dieses Problem natürlich von keiner Plattform und keinem VC zugegeben werden würde. Man bräuchte also mehr Mitspracherecht.
Zudem würde ich mir wünschen, dass die Verfahren, die zur Verwässerung der Anteile eingesetzt werden, reduziert werden.

Dort gibt es auch große Probleme, dass die Anteile sehr stark verwässert werden und die Crowd im Endeffekt viel zu wenig Geld bekommt bzw. die Anteile sehr geschrumpft sind.
Natürlich wäre ebenfalls ein besserer rechtlicher Rahmen nötig. Die aktuelle Form ist auf jeden Fall nicht das, was mich zum Investieren bewegen würde.

 

Nicht blauäugig investieren

 

Mein aktuelles Fazit lautet also, dass man auf keinen Fall blauäugig in Crowdfunding/-investing investieren und dabei hoffen sollte, dass man schnell reich wird.
Gerade bei Crowdfunding und private Equity gehören Pleiten einfach dazu. Die Profis können sich aber zu einfach aus der Sache rausziehen, wodurch das Chancenverhältnis grottenschlecht wird.

Natürlich heißt das nicht, dass ich keine Crowdfundingprojekte mehr unterstütze. Es gibt ja Kampagnen, bei denen man Gegenleistungen in Form eines Produkts bekommt, zum Beispiel nachhaltige Sneaker oder Waren im 80er Stil und Baumpflanz-Aktionen. Solche Aktionen sind natürlich cool und ich unterstütze sie weiterhin, aber hier liegt auch nicht der monetäre Aspekt  im Vordergrund.

Die 5% Risikokapital meines Anlagevermögens konzentriere ich derzeit auf andere Assetklassen. Entweder in eigene Geschäftsideen oder in Kryptowährungen. Hier sehe ich derzeit bessere Chance-Risikoverhältnisse.

Wie ich dort investiere bzw. wie du dein eigenes Kryptoportfolio aufbauen kannst erkläre ich in einem anderen Artikel:
Wenn du trotzdem mehr über das Crowdfunding wissen willst habe ich ein pdf zum Download für dich.

Bleibt nur noch zu sagen: “Invest smart statt hart” und bis zum nächsten Mal.

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