Was machen die Deutschen eigentlich mit ihrem Geld? Auf das Sparbuch bzw. Tagesgeld bringen oder nutzen sie lieber Festgeld? Sind es am Ende wirklich Aktien? Oder kommt das Ganze einfach nur in das Sparschwein?

Wir wollen uns heute einmal anschauen, was die Deutschen mit ihrem Geld machen und was eigentlich das Problem dabei ist. Am Ende präsentiere ich euch auch eine Lösung zu diesem Problem.

 

Deutschland ist Anlagefaul – was die Deutschen mit Ihrem Geld machen

 

Ohne Aktien geht es nicht mehr. So lautet die Devise von Bankern und Börsianern. Doch in Deutschland will das zu vielen Privatanlegern nicht so recht durchdringen. Das birgt eine große Gefahr. Im Land der Sparweltmeister landen Studien zufolge nach wie vor mindestens die Hälfte der frisch angelegten Gelder auf Sparbüchern oder Tagesgeldkonten, obwohl es dort seit Jahren kaum noch Zinsen gibt. Zwar lockte der Boom der Aktienmärkte 2017 wieder mehr Menschen an die Börse, die Quote der deutschen Aktionäre bleibt im internationalen Vergleich jedoch immer noch eher mickrig.

 

Schauen wir uns dazu erst einmal eine einfache Studie von tagesgeldvergleich.net an:

 

 

tagesgeld vergleich

So legen die Kunden von Tagesgeldvergleich.de ihr Geld an.

 

 

Hier sieht man sehr schön, dass die meisten der Befragten, nämlich 61%, ihr Geld in Tagesgeld oder Festgeld anlegen. Ebenso Sparanlagen, wie Sparbriefe & Co, aber auch Versicherungen und Bausparen scheinen immer noch beliebt zu sein bzw machen einen großen Anteil aus.

Jetzt kommen erst Aktien und Zertifikate sowie Investmentfonds. Hier muss man sogar bedenken, dass auf der entsprechenden Website wahrscheinlich überproportional viele Umfrageteilnehmer auf Anlagen wert legen und der Anteil an Aktien etc. auf die gesamte Bevölkerung gesehen noch geringer sein dürfte.

 

Sehen wir uns dazu mal die Studie der Bundesbank an. Sie hat das Spar- und Anlageverhalten privater deutscher Haushalte vor dem Hintergrund des Niedrigzinsumfelds untersucht:

 

 

Struktur des Geldvermögens Deutschland

So ist das Geldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland verteilt.

 

Und hier sieht man schon sehr stark, dass das was in der anderen Studie herausgefunden wurde, auch in der Realität von der Bundesbank so festgestellt wurde.  

In der Finanzkrise war es natürlich so, dass viele Leute aus Aktien ausgestiegen sind und das Geld eher in Bargeld oder Sichteinlagen geflossen ist. Aber das erstaunliche ist, dass auch in den vergangenen Jahren, wo die Zinsen fast auf null gesunken sind bzw jetzt auf null liegen, auch ein Anstieg der Bar- und Sichteinlagen zu verzeichnen ist. Termin- und Spareinlagen gehen etwas runter (also Festgeld, Sparbriefe usw.), aber Aktien und Investmentfonds sind immer noch auf einem sehr geringen Anteil.

Die Ansprüche gegenüber Versicherungen sind sogar noch gestiegen, obwohl das niedrige Zinsumfeld gerade auf Lebensversicherungen einen kritischen Einfluss hat. Der Portfoliomanager Heiko Thieme bezeichnet Deutschland sogar als Schwellenland bei Aktien, weil die wenigsten Deutschen Aktien besitzen. Laut ihm gibt es Länder in Afrika, in denen der Aktienanteil in der Bevölkerung höher ist als in Deutschland. Die meisten Deutschen glauben immer noch, Aktien sind Spekulationen, die nichts mit seriöser Altersvorsorge zu tun haben. Das ist natürlich vollkommener Quatsch.

 

deutschland anlageformen

Das tragen die einzelnen Anlageformen zur Gesamtrendite der Deutschen bei.

 

Hier sieht man, wie tragisch das ist. Schaut man sich die Realrenditen der einzelnen Elemente anschaut. Bargeld und Einlagen sind hier schon im negativen Bereich. Tatsächlich ist es aktuell ja auch so, dass die Realrendite im Negativen liegt. Das schauen wir uns gleich auch nochmal an einem Beispiel an.

Ansprüche gegenüber Versicherungen sind dagegen durchaus noch rentabel im Wortsinne, die Rendite liegt also über null. Wenn man also wirklich etwas aus seinem Geld machen möchte, muss man etwas dafür tun, dieses investieren und auch etwas Risiko auf sich nehmen.

 

Schauen wir uns doch mal eine Studie an, wie das aktuell aussieht im ersten Quartal 2018: 

 

 

geldanlage verteilung deutschland

Geldvermögensbildung verteilt auf Anlageklassen

 

 

Auch hier sehen wir, dass sich die Verteilung insgesamt nicht geändert hat.

Zunächst lässt sich ablesen, dass ungefähr 69 Milliarden Euro von privaten Haushalten in den ersten drei Monaten des Jahres in Vermögen fließen lassen. Das ist sogar der höchste Wert seit der Jahrtausendwende. Insgesamt ist das also eine sehr schöne Nachricht: Die Deutschen haben mehr auf der hohen Kante.

Wegen der Bewertungsverluste steigt das Bruttogeldvermögen jedoch nur um 14 Milliarden Euro auf 5875 Milliarden Euro. Aber immer noch wird in wenig rentable und liquide Anlageformen investiert. 2018 flossen bisher knapp 17 Milliarden in Bargeld und Sichteinlagen. Sparbriefe dagegen sind etwas weniger geworden. Die Tendenz, die die vorherige Grafik gezeigt hat, hält also auch aktuell an.  

In Aktien sind es im Gegensatz dazu nur 7,4 Milliarden, also deutlich weniger. Sehr schön ist dagegen der Anteil an Investmentfonds, da zählen wahrscheinlich auch die ETFs dazu. In der Summe ergibt das dann knapp 18 Milliarden, etwas mehr als der Anteil von Bargeld und Sichteinlagen.

Auch in dieser Statistik machen die Versicherungen mit 22 Milliarden Euro wieder einen Bärenanteil aus, hauptsächlich mit Rücklagen von Lebensversicherern (15,5 Milliarden Euro).

Man sieht also wieder: Bargeld und Sichteinlagen machen einen großen Anteil aus, so wie Versicherungen. Und selbst in Deutschland ist das Gefälle auch noch sehr groß.

Es gibt immer noch ein sehr großes West-Ost-Gefälle, wie die comdirect im Aktienbericht festgestellt hat:

 

 

aktienquote deutschland

In Deutschland unterscheidet sich die Aktienquote stark je nach Region.

 

In Ostdeutschland gibt es wirklich kaum Aktionäre, in der Grafik ist die ganze Region weiß. Das Gelbe bzw das Graue steht dagegen für sehr starke Investitionen. Bereiche wie beispielsweise München sind also Spitzenreiter im Thema Wertpapieranlage. Auch interessant: Man hat festgestellt, dass Landbewohner stärker auf Wertpapiere setzen als Großstadtbewohner.

Woran das liegen mag? Es könnte natürlich an den stark angestiegenen Mietpreisen gerade in den Ballungsgebieten wie Berlin, München, Hamburg liegen, da dort einfach mehr Geld für die Lebenserhaltungskosten ausgeben werden muss, weshalb weniger investiert werden kann. Das ist natürlich sehr schade.

Und wenn das Geld zur Verfügung steht wird dieses nicht investiert und das vornehmlich im Ostbereich.

Noch einmal kurz die Zahlen im Überblick: München 16,7%, Frankfurt 8,3%, Stuttgart 7,7% und zum Beispiel in Leipzig nur 0,5%.

Matthias Hach, Vorstandsmitglied der comdirect sagt sehr schön: Allein im ersten Quartal 2018 haben deutsche Sparer 7,1 Milliarden Euro verloren, weil sie auf Tagesgeld, Festgeld und Spareinlagen setzten, denn die Verzinsung liegt zum Teil deutlich unter der Inflationsrate. Das zeigt: An Wertpapieren führt für langfristigen Vermögensaufbau nichts vorbei.

Da diese Zahl 7,1 Milliarden natürlich utopisch hoch ist, schauen wir uns doch mal ein Realbeispiel an, was zeigt, was mit 10.000€ passiert.

 

Dazu habe ich ein kleines Rechenbeispiel entwickelt:

 

tagesgeld realverlust

Ein kleines Rechenbeispiel zum Thema Realverlust.

 

Nehmen wir unsere 10.000€ auf 10 Jahre und legen sie als Tagesgeld an, erhalten wir einen ungefähren Zinssatz von 0,08%. Die Inflationsrate im Juli 2018 lag dagegen bei 2,1%. Nun ist es keine hohe Mathematik, durch Subtraktion herauszufinden, dass unsere Anlage einen Realverlust von -2,02% erzielt.

Der Verlust über 10 Jahre liegt dann bei einem Kaufkraftverlust von -1.845,93€.

(Rechenweg: 10.000€ – 10.000€ * 0,9798 Werterhalt ^10 Jahre)

Die Anlage ist also nur noch reale 8154,07€ wert, was einen Realverlust und damit einen Kaufkraftverlust von 18,46% ausmacht.

Tatsächlich sind 2% Inflationsrate auch das angestrebte Ziel der EZB, die sogar überlegt, die Spanne zwischen Inflationsrate und Zinssätzen noch weiter zu vergrößern, um Schulden abzubauen.

Ihr seht also schon: nichts zu tun kostet euch wirklich viel Geld.

 

Warum legen die Deutschen ihr Geld nicht an?

 

Viele sagen: “Ich kann das nicht, das ist doch viel zu kompliziert. Das ist gefühlte Raketenwissenschaft.”
Manche sagen: “Ich habe nicht die Zeit, um mich um meine Finanzen zu kümmern.”

Andere wiederum andere sagen: “Ich habe kein Geld zum investieren.”

Und andere haben sich vielleicht mal verbrannt oder haben Angst beim Berater übers Ohr gehauen zu werden.

Diese Trugschlüsse beziehungsweise Mythen haben wahrscheinlich auch mit der mangelnden Finanzallgemeinbildung zu tun, denn in der Schule oder in Universitäten gibt es nichts, wie man sein privates Geld managen kann. Selbst in meinem Studium über Finanzen habe ich nicht viel über persönliche Finanzen gelernt. Das Meiste kam über Selbststudium oder über einfaches Versuchen.

Heutzutage ist wirklich jeder gezwungen, sich mit seiner Altersvorsorge zu beschäftigen, denn selbst die Regierung sagt, dass das System alleine nicht mehr ausreichen wird. Das ist keine Panikmache, sondern leider Realität. Also erstmal Daumen hoch an alle, die sich jetzt schon mit ihrem Geld beschäftigen oder bereits investieren. Damit ist man wahrscheinlich schon eine Art Sonderfall.

Aber keine Angst, für die Anderen ist es noch längst nicht zu spät. Geldanlage muss auch nicht kompliziert sein und ist schon mit 25€ im Monat möglich, man braucht also kein riesiges Vermögen. Zudem sollte das Motto sein: keep it simple. Lieber anfangen als Monate und Jahre zu planen. Und wie das ganz einfach gehen kann, dafür habe ich mal einen Chatbot programmiert, der euch zeigt, wie ihr stressfrei und einfach mit dem Investieren starten könnt.

Dort bekommt ihr erstmal die Basics, wie man alles aufbaut, automatisiert und dann wirklich mit dem Investieren anfangen kann. Hier ist der entsprechende Link: https://www.talerbox.com/finanzcoach-chatbot/

Was macht ihr mit eurem Geld? Investiert ihr alles oder lasst ihr es auf dem Tagesgeldkonto liegen? Schreibt es mir gerne in die Kommentare. Ich bin auf jeden Fall interessiert daran, wie ihr das so macht. Ansonsten, wenn ihr Freunde habt, die vielleicht das Geld nur auf dem Tagesgeldkonto und Co. liegen lassen, teilt gerne den Beitrag, vielleicht hilft es ihnen ja, den ersten Schritt zu machen.


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